ein ungeplanter 12 Stunden Fahrtag und via Puntarenas nach Monteverde.

Wir überlegen hin und her, ursprünglich sollte es nach 4 Nächten Tortugero direkt nach Monteverde gehen. Weil das aber eine verkehrstechnische und zeitliche Herausforderung darstellt, hatten wir vor dem Kameracrash schon entschieden, einen Tag früher weiterzureisen und dafür eine Nacht auf halber Strecke in La Fortuna einzuplanen. Jetzt stellt sich die Frage, ob wir auch dieses Hotelzimmer ungenutzt lassen und versuchen in San Jose eine neue Kamera aufzutreiben… Makus meint, ich drehe durch, wenn ich in Monteverde ohne Kamera dastehe und sich nochmals ein Tucan zeigt… Also, wir versuchen es, mit dem 7am Boot auf nach San Jose, Ziel Monteverde, Backup Puntarenas.









Sh… noch vor dem Frühstück



auf dem holprigen Zubringer nach Pavlona werden wir zurückgewunken, „no hay paso, camina muerte“ heisst es, also Umfahrung, passt schon.

Sh… zum zweiten, auf der Careterra Braulio Carrillo stockt es zuerst, dann steht es, aber so richtig.

Ein Lastwagenfahrer mit Funk meint: „hay un muerte“, Verkehtstoter… 3 Stunden und 2 km später sind wir immer noch 11 km von San Jose entfernt, nix geht mehr und unsere Blasen meckern. Da ziehen einige Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn, Markus hintennach (mit 5 andern vor der Nase ist das Risiko abschätzbar), es genügt bis zum nächsten Soda (einfaches einheimisches Restaurant) mit WC, Gott sei Dank. Im Soda meinen sie, der Unfall sei vor x Stunden passiert und wir haben jetzt noch mindestens schon 10 Ambulanzen in beide Richtungen sehen, 15 min und 100 Meter weiter ist klar, da gehts nix mehr… frustrierend, insbesondere weil San Jose am Horizont bereits sichtbar ist.


Eine weitere leicht halsbrecherische Aktion finden wir eine kleine Gebirgsstrasse und ab mit uns, es fährt und eine Route finden wir auch.


Dann geht es easy, der Kameraladen hat wie angefragt eine Nikon Coolpix 1100 vorrätig, die einzige Alternative, wenn ich nicht noch eine Spiegelreflex kaufen möchte. Das man mit dem Teil nicht nur fotografieren, sondern auch Einbrecher erschlagen kann, wird mir erst später klar. 3000mm optisches Zoom, nette Spielerei, aber ohne Stativ unmöglich zu halten, meinen wir…

Wir schaffen es pünktlich zum Sonnenuntergang an die Pazifikküste, zwar ungeplant, aber trotzdem wunderschön.



Etwas später in Puntarenas finden wir ein tolles Hospedaje



und dann 12 Stunden und 212km nach Start unserer Odyssee ein wohl verdientes kühles Bier.







Einige Eichhörnchen und eine Autofähre müssen für Kameratests herhalten…













Eine kurze Sight Seeing Tour durch Puntarenas.




















Dann aber los, ab Richtung Montevere und sh…. schon wieder Stau. Nach 15 Min wenden wir und suchen einen Weg durch die Felder. Nachdem weder Google Maps noch Waze eine fahrbare Strasse finden, besticht Markus maps.me und siehe da, es gibt eine Strasse, nur ‚befahrbar‘?….





Die Gravel Road stört uns nicht, kennen wir, aber das geschlossene Gatter ist unglücklich. Wir haben ein deja vu; Nicaragua und Privatgrund lassen grüssen. Zum Glück steht da ein Wächter, meckert etwas, wir entschuldigen uns reumütig und er öffnet mit ‚erhobenem Zeigfinger‘ das Gatter – mein Schatz mal wieder….

Adios Stau, holà Monteverde.





















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































