Diani Beach Kenia

Eigentlich kann man über drei faule Strandtage gar keinen Blogbeitrag schreiben, zumal diese gar nicht geplant, sindern lediglich der miserablen Regenwettervorhersage in der Mara geschuldet sind. Bei über 90% all day Regenwahrscheinlichkeit macht Safari einfach keinen Spass mehr, da sind die Reservestrassen so aufgeweicht, dass Pirschfahrten ausfallen. Deshalb habe ich spontan entschieden, anstatt in die Mara an den Strand zu fliegen, die Safari nach hinten zu schieben, meinen Rückflug umzubuchen, einige Überstunden abzubauen und voilà decision taken. Eine ultrachaotische zeitlich sauknappe Fahrt zum Flughafen Nairobi, ein kurzer Hüpfer nach Mombasa und eine anstrengende Fahrt per Taxi später, alles brav mit Maske im Gesicht bei 30 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit, bin ich im Paradies.

Wahrzeichen von Mombasa
Fähre
Shopping

Drei Tage faul an der weissen puderfeinen Diani Beach an der Sonnne rumzuliegen hat definitiv etwas für sich. Auch wenn die Diani Beach wegen des vielen Seegrases und der Seeigel im Wasser leider nicht unbedingt mein Favorit ist,

fühle ich mich schon nach nur einem Tag so entspannt wie schon seit Monaten nicht mehr. Die Ruhe hier ist herrlich, keine Musik, kein Kindergeschrei der Nachbarn, kein Baulärm, nur das Rauschen des Windes in den Palmen und die Wellen – herrlich.

Sowohl Strand als auch Hotel sind beinahe menschenleer. In meinem, für meine Verhältnisse ungewöhnlich luxuriösen 60-Zimmer Resort befinden sich aktuell 7 Gäste, nur übers Wochenende füllen sich jeweils 10 bis 20 Zimmer, sagt der Hotelchef. Dafür werden die wenigen Gäste wie Könige behandelt. Weil ich am ersten Abend nicht im Restaurant oben sondern lieber an der Strandbar essen wollte, haben die mir extra einen Tisch am Strand gedeckt, das volle Romantikprogramm; hatte bei soviel Zusatzaufwand beinahe ein schlechtes Gewissen, aber nur beinahe…

Nachts haben sich freundlicherweise Meerkatzen darum gekümmert, dass ich mich nicht einsam fühle. Ich musste natürlich trotz Warnung unbedingt mit offener Balkontüre schlafen, morgens habe ich mich dann zuerst über das auf dem ganzen Boden verstreute Teemachzeugs gewundert. Erst der Anblick der aufgerissenen, zerkauten und leergefressenen Milchzuckerpäckchen habe ich die Übeltäter entlarvt.

Meerkatze

Dabei wären die viel scheuheren und selteneren Colobus mit ihren weissen Mänteln viel spannender.

Colobus

So, jetzt habe ich eben gehört, dass der Strand weiter nördlich seegrasfrei ist. Mal schauen, ob ich mich dazu aufraffen kann, weil übermorgen gehts ja schon wieder weiter…

Habe meinen Arsch hochbekommen und frei nach dem Motto „wer suchet, der findet“ tatsächlich beim Nomad nicht nur ein superschönes Beachrestaurant sondern vor allem auch einen herrlichen, beinahe seegrasfreien Strandabschnitt mit kristallklarem, türkisfarbenen Wasser gefunden.

Lunch mit Mama Heule@Nomad

Leider treibt der heftige Wind die folgenden netten Tierchen an den Strand, was mir mein Badevergnügen wieder vermiest…

Egal, morgen gehts ab ins Mara Gebiet und endlich auf Safari 🙂

On the road again – destination anywhere

Well, traveling in times of Corona is a hassle and finding a safe destination with not to many restrictions almost impossible… If you now ask yourself if it’s really nessecary to travel in this time, I can only answer – yes, it is! Even if I’m grateful to my employer to give me the possibility to work in the safety of Homeoffice with full payment, I’m kind of fed up of sitting all day at home and do the whole cooking between my daily work. I’m really really looking forward to some NOT home cooked meals…

However, my plans changed from a week in Greece with a friend to 4 days Safari in the Mara to now an extended version of 3 days beach and 4 days safari – Africa I’m coming.

Sitting for 8 hours in an air plain carrying a mask is no fun but nessecary. The flight was half empty and the knowledge, that everyone sitting in this machine had to show a negative PCR test before boarding enhanced the feeling of security.

I arrived in Nairobi late at night, after curfew and all restaurants were already closed, time to sleep, next day I’m off to the beach.

Mafia on tour or how my planned trip to Jordan ended up in Iceland

Some years ago I promised myself to explore every year at least one new country. This year’s adventure should take place in Jordan, I desperately wanted to see the famous town Petra. Well, so much for my plans which obviously became null and void somewhen in March when most countries worldwide initiated some lock downs and restricted immigration because of Corona.

Mid of July I’ve had already spent a whole half year in Switzerland, not having left the country for even one hour, spending weekends, holidays and all my leisure time wandering the forrest, lakes and walkpaths around my home until I could greet every squirrel and even most of the rocks by name. It was nice, no question, but also nothing exciting and I desperately missed it, to explore something new. Time has come to make travel plans again. Aim was to find a country that was safe for travelling and let us in without any risk of a quarantine, neither there nor here after returning back home. And here we are, Iceland with a PCR test for everybody entering the country and a second 5 days later is the place to be for us at the moment.

Immigration was no fun but 4 hours after landing, we’ve passed the Corona test, picked up our car, finalised check-in at the hotel, had a very quick glimpse to the Hallgrimms Church and sat in an excellent restaurant, proving all voices complaining about food in Iceland completely wrong.

Iceland greeted us with the expected chilly, windy and wet weather and didn’t disappoint with a lack of dark picturesc clouds.

The drive from Reykjavik up north was despite the lack of „travel book mentioned“ highlights a feast for my eyes and offered a great diversity of wild and rough landscapes. Especially the detour leaving the famous Circle Road to test our car on gravel road and get it a bit muddy proved some fun and stunning views over the fjord

Most probably the most friendly traffic light I’ve ever seen

all ending with my birthday dinner in a restaurant in Akureyri which I picked for it’s beautiful view over the harbor.

Only after dinner we’ve arrived at our home for the next week. Well, with this stunning view over the fjord to the mountains there is nothing to complain about.

Even tough, the first day up north was purely meant do relax, explore the city, drink coffee, eat chocolate cakes and do some grocery shopping we couldn’t resist to have at least a short glimpse to the closeby Gulfoss waterfall 😉

Wasserfälle im Norden Islands

Lange war Island für mich nur kalt mit „Vulkanen und Geysiren“. Wie falsch kann man liegen, sitze bei herrlichstem Sonnenschein auf der Terrasse, geniesse die Aussicht und  mein Frühstück und stelle mir lediglich die Frage: „brauche ich den Pulli, oder genügt das T-Shirt?“ Tja, soviel zu meinen knapp 23 Kilo Gepäck und der eingepackten Kappe samt Handschuhen…

Vulkane? Ja klar, aber Geysire haben wir noch keine gesehen, viel mehr faszinieren die natürlich gewundenen Flussläufe und vor allem die Wasserfälle, viele absolut eindrückliche Wasserfälle…

Während wohl jeder Islandreisende Godafoss besucht, finden schon nur noch wenige den Weg über die 4WD Strecke zum weniger bekannten, aber nicht minder eindrücklichen Aldeyjarfoss und den nochmals etwas weiter von der Ringstrasse entfernten Hrafnabjargafoss findet dann eigentlich niemand mehr, einfach herrlich…

Jaja, immer dasselbe mit den Männern…
Das schwarze Schaf der Familie

Und ja, auch auf dieser Reise habe ich es geschafft und eine Kamera geschrottet, bäää. Also steht heute anstatt Dettifoss erstmals Shopping auf dem Programm, und das bei herrlichstem Fotolicht… Zwei Tage später und halbglückliche Besitzerin einer überteuerten billigen Canon, geht’s endlich auf zu Dettifoss, Selfoss und zum weniger bekannten Hafragilsfoss.

Nur schon die Schlucht, in welcher sich der Dettifoss befindet ist herrlich und würde den Ausflug rechtfertigen, der Dettifoss selbst ist weder der schönste noch höchste Wasserfall, wohl aber der mächtigste Europas und mit seinen schmutzigschäumenden grauen, tosenden Wassermassen und der meterhohen vulkansandgeschwängerten Gischt, die im Gesicht ein übles sandgestrahltes Gefühl hinterlässt, wohl so ziemlich das Eindrücklichste und Wildeste, was ich bisher gesehen habe, möchte keinesfalls reinfallen; ist schliesslich ein Gletscherfluss.

Den Selfoss als solches gibt es eigentlich nicht, es handelt sich vielmehr über dutzende kleine Fälle, die weiter oben am Flusslauf des Jökulsá á Fjöllum ca. 10 Meter in die Tiefe stürzen.

Selfoss Ostseite
Hafragilsfoss

Ein kurzer Blick auf die hufeisenförmige Schlucht Ásbyrgi und uns wird besusst, dass ein Aufstieg mit schon etwas müden Beinen, meinem gebrochenen Zehen und einer latenten Höhenangst eher gefährlich wäre.

Entsprechend gibt nur einen kurzen Walk am Boden mit halber Aussicht und dafür noch die Westseite von Dettifoss.

Dettifoss Westseite
Dettifoss Westseite
Selfoss Westseite
Sonnenuntergang über dem Myvatn See

Iceland – land of fire and ice

Das Seengebiet Myvatn mit seinem Mückensee macht seinem Namen alle Ehre, hunderte von kleinen Fliegen beehren uns direkt beim Aussteigen mit ihrem doch leicht aufdringlichen Besuch. Diese kleinen Biester haben auch für unseren zweiten grossen Lacher in Island gesorgt. Den ersten hatte ein Isländer provoziert, der bei schönstem Regenwetter mitten im Niergendwo sein Feld mit einem Fadenmäher bearbeitet hat, jetzt sind es Touris, die wegen einiger nichtstechenden Fliegen mit einigermassen idiotisch aussehenden Netzen über dem Kopf rumlaufen, die waren wohl noch nie im Australischen Outback;-) Dabei sind die kleinen Biester hervorragende Eiweisslieferanten, wobei Markus‘ Bilanz mit drei verputzen Fliegen definitiv besser ist als meine. Ich habe lediglich eine geschafft, die zweite habe ich Kostverschmäher versehentlich wieder ausgespuckt. Ein Foto dazu fehlt, habe mich dabei auf die idyllische Seenlandschaft mit dem Vulkan im Hintergrund beschränkt.

Pseudokrater
Wildgänse

Für den dritten herzlichen Lacher hat dann die Wegbeschriftung „difficult path“ für die hellblaue Route durch die Dimmuborgir Lava Formations gesorgt. Der Weg war zwar nicht gerade geteert und mit Stöckelschuhe hätte ich ihn auch nicht absolvieren wollen, aber schwierig? Weit gefehlt… Dafür waren wir dank Warnschild dann auch schön alleine, habens genossen.

So richtige Menschenmassen zieht hier aber definitiv der Gestank nach faulen Eiern an, schuld daran ist das Geothermiegebiet Hverir mit seinen rauchenden Fumaroles und blubbernden Schlammtümpeln. Gerade diesem Blubbertümpeln könnte ich wie hypnotisiert stundenlang zusehen und Markus damit irgendwann in den Wahnsinn treiben. Das ganze Setting erinnert aber auch etwas an das Vorzimmer zur Hölle.

Ob man die aus Game of Thrones bekannte Liebesgrotte „Grjotagja“ wirklich gesehen haben muss? Ich weiss nicht, aber im glasklaren tiefblauen, offensichtlich schön warmen Wasser baden wäre zu verlockend gewesen, leider ist dies aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich und wäre mit den nervigen allgegenwärtigen, wiewildselfieknipsenden und distanznichteinhaltenden, italienischen Reisegruppen wohl auch wenig romantisch.

Direkt oberhalb der Grotte befindet sich aber der eindrückliche Rift resp.die Schlucht, die die beiden Kontinentalplatten trennt.

Mir persönlich ist es unerklärlich, aber viele Touris packen die Highlights des sogenannten Diamond Circles wie Godafoss, Dettifoss, das Seengebiet Myvatn in einen einzigen Tag und machen auch gleich noch Halt in Husavik für eine Whale Watching Tour. Klar, kann man machen, wir selbst haben dazu aber glatte 5 Tage benötigt, wollten ja keinen 12-Stunden-Tag mit einem Hopp-on, hopp-off Fotoknipsprogramm abspulen, sondern die Spots geniessen, mal einen Walk machen, einen Kaffe trinken (bewusst trinken und nicht geniessen), eine nicht auf der Tourikarte vermerkte Aussicht bewundern und zwischendurch alles etwas setzen lassen.

Husavik ist DER Ausgangsort für Whale Watching. Ein Blick auf die windgepeitschten Wellen im Hafen hat mir aber vollauf genügt. Die Vorstellung, wie das dann im Fjord oder gar offenen Meer aussieht, wollte ich mir und vor allem meinem seekrankanfälligen Fischreiherfüttermagen keinesfalls antun. Alternativprogramm war ein Hafenspaziergang und Kirchenbesuch..

Byebye Akureyri und meine traumhafte geliebte Aussicht.

Morgen geht’s Richtung Süden. Mal abwarten, Markus hat sich da einen 4WD Track durchs isländische Hochland in den Kopf gesetzt, wird bestimmt spassig, habe da schon so meine Erfahrungen gemacht…

Shock at the Golden Circle

The drive through the highlands of Iceland wasn’t by far as exciting or lonely as we’ve expected. The gravel road was rather bad and bumpy with more traffic than expected, the landscape was mostly dead black lava fields. The only reason to take the highland route instead of the ring road is the Hveravellir thermal area with the natural hot pool and maybe the lovely Gygarfoss. We’ve hoped to get close to the glaciers there and maybe even get to see some icebergs in a lagoon, but they stayed in the far distance.

Hot river
Glacier in the background
80-100°
Stricklava
Hofsjökull

The beautiful sunny day invited us to visit the mighty Gulfoss at the end of a long and tiring drive, the first highlight of the Golden Circle, which consists ot the Gulfoss, the Geyir and the Thingvellir Nationalpark. Well, the Gulfoss with it’s three steps is undeniable magnificent, but the people there… Even tough everyone says it’s currently empty due to Corona and the missing US visitors (usually about 25% of the tourists, further 5% Canadiens and again 5% Chineese) for me it felt crowded and especially the Italians not giving a shit for any distance despite the official 2m distance which the Island people take very seriously and more so ignoring any pleas to stay on the paths and not trample the whole environment.

Fallkante

If you’ve never been in New Zealand visit the Geysir, if you have it’s wasted time. Even if the hight is impressing it only blows for the fraction of a second, which is to short to admire and enjoy.

Monday was again testing, shopping and lazy day – so much for the plan. The blue sky seduced us to a visit in the Thingvellir Nationalpark for a stroll. Last time when we were here about 10 years ago towards end of September we were in need of our winter jackets, shawl, hat and gloves and still felt cold enough with the icy wind needling our faces to just run trough the park instead of exploring it, what a difference to walk around in full sunshine in a t-shirt now.

Island – der Süden

Jaja, ich gebs ja zu, wir sind hier im Süden etwas faul geworden. Eigentlich dachte ich, der Süden wird anstrengender als der beschauliche Norden, aber die viel näher zusammenliegenden Highlights sowie deren einfache Erreichbarkeit und ein Hot Pot in unserer neuen Unterkunft hat und etwas faul werden lassen, zudem hat das Wetter zu einigen Planänderungen geführt, aber egal. Das mit dem Hot Pot ist so eine Sache, irgendwie haben wir das mit der Temperatur aber überhaupt nicht im Griff, ich rede da von verbrühten Beinen über gelaufene Halbmarathone zwischen Regulierstation und Pot bis zum exzessiven Einsatz des Gartenschlauchs, aaaaber ein kühles Glas Rosé im warmen Wasser ist trotzdem himmlisch, animiert aber irgendwie überhaupt nicht dazu, am nächsten Tag früh aufzustehen.

Sozusagen in inserem Vorgarten haben wir auch einen kleinen Vulkan samt Kratersee. Unglaublich, nach allen Felschlägen, einen Vulkan zu besteigen: Unfall in Kolumbien, Verletzt in Costa Rica, zu viel Aktivität in Nicaragua, haben wir doch noch geschafft!

Der Seljalandsfoss ist wohl DAS Topmodel der Wasserfälle in Island, zudem macht der feuchtfröhliche Walk hinter dem Wasserfall hindurch einfach Spass.

Der tief in einer Felsspalte versteckt liegende Gljufrafoss ist nur via Flussdurchwatung erreichbar, der Blick ist fantastisch, kaum fotografierbar und einfach nur nass…

Corona, verschärfte Einreiserestriktionen, lausiges nasskalte Wetter und etwas Geduld sei Dank habe ich den Skógafoss wie schon vor 10 Jahren ohne Touris, leider aber auch ohne Regenbogen erwischt.

Zwei Tage später präsentiert sich freundlicherweise auch der Regenbogen, das mit ohne Menschen war nicht sooo einfach, aber ei ige böse Blicke und ein beinahe in Fluss gelandeter Italiener hat Wunder gewirkt.

Die Lust an Tourimassen ist mir erwartetetweise schnell vergangen, gut gibt es dafür einige Geheimtipps, nasse Geheimtipps…

KVERNAFOSS

Eigentlich sollte man in Vik mindestens drei Tage bleiben, die Landschaft mit den rabenschwarzen Lavasandstränden, den rauhen Klippen und dem Gletscher im Hintergrund ist beinahe unschlagbar schön und faszinierend, zudem gäbe es noch den einen oder anderen Hike.

Als Dreingabe haben wir unerwarteterweise sogar Puffins, d.h. Papageientaucher gesehen, cool die Viecher.

Der Reynisfjara-Strand mit seinenBasaltsäulen ist auch toll..

Die Gletscherlagune Jäkörsarlon war bei innerer letzten Islandreisende ein absolutes Highlight, diesmal waren leider nur wenige Eisberge „unterwegs“. Zudem habens wir geschafft und haben anstatt der gemütlich vor sich hin tuckernden Lagunenfahrt mit dem Amphibienboot das Zodiakadventureadrenalinkickteil gebucht. Irgendwie werden wir wohl einfach zu alt, um mit einem besseren Gummiboot, verpackt in selbstaufblaasbare Anzüge um die Überlebensfähigkeit im Wasser zu verlängern, die 8 km bis zur Bruchkante der Gletscherzunge zu rasen, sich dabei krampfhaft und im sein Leben fürchetend festzukrallen, vor Ort ein Selfie zu knipsen und anschliessend wieder zurückzurasen, immer in der Angst, im 2.5 crädigen Gleschterwasser baden zu gehen. Aber zumindest habe wir einige Robben von ganz nah gesehen.

Eis am Ufer des Diamond Beaches

Auf dem Heimweg Richtung Selfoss nach zwei doch eher chaotischen Hotelnächten geniessen wir einfach nur die Landschaft.

Markus auf dem Gletscher
Fahr durch 500-jährige Moosfelder
Der einzige Ort in Island, an dem Steinmännchen erlaubt sind

Reykjavik und bye bye Iceland

Reykjavik ist schlicht und einfach härzig. Bunt wie man es erwartet, mit vielen Bars und Cafés und sobald das Wetter trocken ist, sitzen alle draussen, egal wie arschkalt es ist. Wobei wir uns mit 2 Regentagen auf zwei Wochen Ferien echt nicht beklagen können.

Auch in Reykjavik gibt es einige versiffte Gassen, wo Einiges an Street Art zu finden ist, man muss nur etwas suchen…

Schon sind wir am Ende unseres Island trips angelangt. Island bietet an landschaftlichen Höhepunkten auf engem Raum, vermutlich sowie wie kaum ein zweites Land, Strände, Wasserfälle, Vulkane, Gletscher, Geothermal Gebiete mit Geysiren… Allerdings waren die zwei Wochen zwar herrlich und eindrücklich, aber auch viel eher anstrengend als richtig erholsam, ich jedenfalls bin jetzt ferienreif 🤭.

Rai Leh und bye bye Thailand

Das Ende naht, wir nehmen uns noch Zeit für eine Steppvisiste auf Rai Leh oder auch Raylay, bevor es dann via Ao Nang, Krabi und Bangkok nach zwei herrlich faulen und erholsamen Ferien wieder nach Hause geht. Die Fährüberfahrt von Lanta nach Krabi dauert zwar nicht wie von Einheimischen kommuniziert eineinhalb Stunden sondern eher knapp drei, wir sind allerdings keineswegs überrascht und haben es uns gemütlich gemacht.

Damit der letzte Tag nicht als reiner Transfertag verschwendet ist, düsen wir per Longtail nach Rai Leh.

Rai Leh West Beach ist wohl wirklich einer der schönsten Strände der Welt, der Sand erinnert schwer an Mehl, so fein ist er.

Das hat mittlerweile auch die halbe Travellerwelt mitbekommen, entsprechend viele Longtails voller Touris legen an und verschandeln das schöne Bild der Bucht.

Die Sperrung der berühmeten Maya Bay aus ökologischen Gründen hat dazu vermutlich noch beigetragen und Rai Leh dient als Substitut, schliesslich liegt Phi Phi keine 2 Fährstunden entfernt und mit dem Schnellboot gehts leider noch schneller… Vor vier Jahren war die „Walking Street“, die West und Ost Beach verbinden noch mit einigen wenigen Restaurants versehen, heute ist hier eine richtige Shopping- und Partymeile entstanden, eigentlich richtig hübsch gemacht.

Der Osten der Halbinsel ist mit Mangroven bewachsen und lädt entsprechend nicht zum Baden ein, dafür ist er aber auch spannender.

Umladen der Wasserlieferung vom Longtail auf das Motorbike

Ja, auch der Pharang Cave Beach ist traumhaft,

Die Qualle haben wir zum Glück erst nach einem erfrischenden Bad entdeckt

Der Höhlentempel mit seinen phallusförmigen Opfergaben (zwecks Fruchtbarkeit) ist ein beliebtes Fotimotiv.

Mich persönlich faszinieren aber vor allem die mobilen „Garküchenschiffe“, die Thais waren schon immer gewitzte und erfindungsreiche Geschäftsleute.

Auch wenn man in Thailand mittlerweile ziemlich suchen muss, die Preise massiv gestiegen sind und der Ausdruck „Land des Lächelns“ nur noch unter Vorbehalt stimmt, gibt es immer noch herrlich einsame Ecken.

Jetzt aber ab nach Hause 😉

Smog über Bangkok

Smog über Bangkok

Koh Lanta

Ich hatte mich ja echt darauf gefreut, dass auf Lanta wieder etwas mehr los ist als auf Jum, aber im ersten Moment war die Ankunft hier doch ein ziemlicher Schock. Anstatt einer unverbauten Junglefront wie auf Jum schaut man hier vom Meer her an Ressorts und Restaurants und Menschen; Menschen gibts auf Lanta…

Bei diesem Schock genügt ein Bierchen nicht, da muss was Stärkeres her, etwas Schokolade, eine volle Dröhnung Koffein und eine Massage später sehe ich dann nur noch einen feinsandigen goldenen Traumstrand, türkisfarbenes klares Meer und coole Strandbars und -restaurants aus Bambus und Schwemmholz.

Ich bin immer noch verblüfft, wie reibungslos der Fährbetrieb mit dem Umsteigen auf offenem Meer funktioniert. Nur wenn man im äussersten Longtail sitzt hat man die Arschkarte gezogen und darf über vier Boote hinweg auf die Fähre klettern…

Das Städtchen Saldalan auf Lanta besteht auf den ersten Blick nur aus Bootsanlegestegen und Restaurants…

Der 4 km lange Hat Ae Phra (Long Beach) ist herrlich, nur natürlicher Schatten ist schwierig zu finden, weil zuviel für Ressorts und Restaurants gerodet worden ist. Der eizige Sonnenschirm am Strand ist unserer, anderen Leuten macht die pralle Sonne anscheinend bei rund 35 Grad im Schatten auch während der Mitttagshitze nichts aus, auch krebsrote Sonnenbrände scheinen keineswegs zu schmerzen, verblüfffend.

Die Insel bietet einiges, leider auch traurige Anblicke wie diese im Müll wühlenden Affen…

Der Staat versucht gerade dem Plastikproblem Herr zu werden und hat die Abgabevon Plastiksäcken in Minimarkets verboten. Leider hilft das nur wenig, wenn gleichzeitig neuerdings Früchte einzeln in Plastik verpackt werden, ich habe neinen Augen kaum getraut.

Dafür haben wir an ersten Orten auch erlebt, dass Strohhalme nur noch gegen separate Bezahlung abgegeben werden, wobei die wiederverwendbaren aus Bambus 30% gpnstiger als die Plastikvariante waren!

Da wirken diese doch viel gesünder

und diese rotzfrech

Dafür ist Old Town Lanta gänzlich unerwartet hübsch und lädt zum verweilen und mit seinen vielen Souvenirshops auch zum Geldausgeben ein.

Zumindest in meinen Augen ist dann dafür der Hat Klong Khong richtig hässlich, mit Beach Chairs zugekleistert und auf Betonmauern thronenden Beizen verbaut.

Die U-Bay ist herrlich einsam mit einer coolen Reage Bar ausgestattet – cool zumindest so lange ich mir den Sound nicht anhören muss ;-).

Nui Bay, die angeblich schönste Bucht der Insel, wird etwas zu sehr promotet. Sie ist zwar tatsächlich richtig pittoresk, aber auch eher voll und wird gleich von zwei ultra alternativ aussehenden Bars ohrenbetäubend mit Bässen beschallt.

Für uns heisst es leider bereits wieder „bye bye Koh Lanta“