Hat alles reibungslos geklappt? Nö, natürlich nicht! Sind wir gut angekommen? Aber sicher doch! Unser geplante 10 Stunden Direktflug hat sich als 15 Stunden Reise mit Umsteigen in San Jose rausgestellt.
Halb so wild, nur dass die Dame im Sitz hinter uns ganze Regenwälder abgeholzt hat, so dass anstelle gemütlichlangweiliger RomComs zum Einschlafen , rasante Actionfilme zur Lärmübertönung herhalten mussten. Schlafen war somit Essig, entsprechend tot waren wir bei der Landung und die Durchsage, „leider mussten wir den Landeanflug abbrechen hat auch keine Begeisterungsstürme hervorgerufen… Nichts passiert übrigens, war nur eine vorgezogene Notfallübung, für die der Flughafen geschlossen worden ist. Endlich angekommen hat uns Costa Rica mit einem Sturmausläufer aus Cuba und entsprechenden Regenfluten empfangen. Egal, nix was ein tolles Abendessen nicht richten kann, unser ‚Carne mixta para dos‘ hat sich in üblicher lateinamerikanischer Manier nicht als eine Platte für zwei, sondern als zwei Platten für eher je 3 Personen rausgestellt.
Wir haben dann noch eine zweite solche Portion erhalten…Hotel LiberiaGallo pinto para desayunoStreet Art in LiberiaStreet Art in LiberiaStreet Art in LiberiaStreet Art at the border
Aber Essen ist hier sowieso so eine Sache. Später nach einem sehr speditiven Grenzübertritt von Costa Rica nach Nicaragua
Ausreise aus Costa RicaEinreise in Nicaragua
haben wir uns einen tollen Lunch in einem der edlen Beachrestaurants im Wert von glatten 4 Hotelübernachtungen gegönnt. Der Meerblick war zwar wegen der Ebbe nicht sooo berauschend aber dafür mit einem angenehmen Lüftchen.
Störend waren nur die Strandhändler, die uns bis ins Restaurant hinein am Tisch belästigt haben. Wir haben beide unsere Teller nicht ganz geschafft, da fragt uns der Kellner, ob er die Reste den Händlern weitergeben darf. Habe gerne ja gesagt, aber nicht damit gerechnet, dass die beiden unsere Teller 1:1 weitergereicht bekommen, inkl. unserem benutzen Besteck. Danach haben sie sich sogar für die Mahlzeit bedankt. Das gibt einem schon etwas zu denken, muss wohl definitiv Souveniers kaufen.
Filete de pescado a la planchaFilete de res con jalapenños
Weil San Juan del Sur eine Backpackerhochburg ist und die Parties insbesondere am Wochenende berühmt berüchtigt sind, haben wir uns für eine Unterkunft etwas ausserhalb entschieden. Hm, das ‚etwas ausserhalb‘ entpuppt sich als wunderschön, halb im Regenwald am Hügel gelegene Appartments mit tollen naturbelassenen, moosbewachsenen und jetzt mit dem Regen ultraglitschigen Stufen, habe meine Flip Flops subito eingemottet und mir 20 Jahre weniger auf den Buckel gewünscht.
Also vom Partylärm haben wir tatsächlich nix gehört, kann auch daran liegen, dass Nebensaison ist und das Städtchen noch völlig verschlafen wirkt. Doof ist nur, dass kein Mensch die Papageien, Güggel und Hunde informiert hat, dass wir nachts gerne schlafen möchten. Um 3 Morgens beginnen die Hähne zu krähen; hat denn denen doofen Mistviechern niemand gesagt, dass sie erst bei Sonnenaufgang dran sind?, gefolgt von einem Hundekläffkonzert, nur um bei Sonnenaufgang von Schwärmen von kreischenden Papageien abgelöst zu werden.
Einfache Lösung, wir machen bis morgens um 6 durch 😎
Sodeli, Auto erfolgriich gschrottet. De Markus hät aber zwei Täg lang jedi Holperstross und jedes Pothole müese neh und vor allem gfühlti 100 Flüss durquere, aber gschaft hömmers. Jetzt fahremer stilgerecht en HiLux Pickup, es Monschter, wo überall durekunnt. Was anders hät üs d’Autovermietig nüme geh, verstand gär nöd wieso…
Uns gefällt das eigentlich als touristisch verschriene San Juan del Sur sehr gut. Das Städtchen an der zwar fotogenen aber nicht wirklich schönen und leider zugemüllten Bucht
Abends belebt sich die Playa
ist überschaubar, sehr pittoresk und mit all den Bars, Cafes und Restaurants richtig gemütlich.
CevicheriasCevicheriaCasa privadaBarKiss me, üsers LieblingskafiPulperia (kleiner Laden)Also das mit dw Trottoir muends definitiv no üebeFish Carpaccio
Trotzdem finden sich immer noch einige sehr authentische Ecken.
MercadoMercadoMercadoKokosnussverkäuferLocal grillCarne mixtasPollo a la planchaOrangenlieferantYep, es regnet gerade viel ziviel…Ohne Hängematte geht erst mal gar nichts…
Südlich reihen sich einige schöne Bade- oder Surfbuchten wie Perlen auf der Schnur aneinander. Getrübt wird unser fauler Strandtag leider immer wieder von teils heftigen Regenschauern, was faules rumliegen am Beach beinahe unmöglich macht.
Desayuno im Cafe VintagePlaya El OstionalWaiting for the rain to stop at Playa ManzanilloPlaya ManzanilloHm, aus dem Lunch hier wird wohl nichts mehr…Playa YankeePlaya Yankee
Lediglich Playa Hermosa mit ihrer kostenplfichtigen Infrastruktur und insbesondere meinen geliebten Hängematten rettet unsere faule Seite.
Die idyllischen und menschenleeren Buchten muss man sich allerdings etwas verdienen, die Strassen sind mehr als abenteuerlich und wir sind froh, haben wir zumindest einen SUV wenn schon nicht einen richtigen 4×4 unter dem Hintern.
Neuer Tag, neues Glück! Haben uns die Playas nördlich von San Juan del Sur vorgenommen. Um etwas Zeit zu sparen nehmen wir die Carretera via Rivas und gondeln südlich der Küste entlang zurück.
Andere VerkehrsteilnehmerÖffentlicher BusPferdewagenFruchtstandWasserlieferantRivasFood stalls in RivasRivasRivasPlaya GigantePlaya GigantePlaya Gigante
Zumindest theoretisch… die sowieso schon nicht sooo tolle und verdammt schlammige Strasse endet definitiv an diesem Fluss, no way to cross.
Jaja, easyOK, nehmen wirHm, bizeli schlammigHinter uns auchAuch der geht nochHply shit, no way, keine Ahnung wir tief das Ding ist, aber da geht nicht mal ne Strasse weiter…
Also zurück und beten, dass wir durchlommen, zumindest mal bis zum Gatter läuft es glatt, also bis zum geschlossenem Gatter. Hä, da war doch vorher nichts. Grübel, grübel und studier…. da werden wir von einem Nica ziemlich böse angefaucht, offensichtlich befinden wir uns unerlaubt auf Privatgrund. Ups, ich grabe mein letztes Spanisch hervor, entschuldige mich in aller Form, schiebe es auf das GPS und bitte demütig um Durchlass. Gebongt, weiter gehts, zumindest bis Markus unser Wägelchen aufsetzt, doofe Rinne aber auch. Also zurück und rechts vorbei durch den Schlamm, zumindest bis nix mehr geht, sh… eingegraben. Menno, zum Glück helfen und zwei Einheimische schieben, die jetzt losen Autoteile zu entfernen und unser Fahrzeug wieder zumindest vorübergehend fahrtüchtig zu machen. Soweit zu unserem „gemütlich den Stränden entlang nach Süden gondeln“, auf direktem Weg gehts zurück zur Autovermietung, Schaden melden, Abbitte leisten (schon wieder entschuldigen wir uns in aller Form) und Markus ein neues schlaglochstrassengerechtes Spielzeug beschaffen; und den Tag in Bier ertränken.
Zurück in der AutovermietungSchadensskizze, vielleicht ganz gut, muss leiner von uns von der Kunst leben…
Sodeli, Strände im Norden war doch das Thema. Mit unserem neuen Monster sind die Strassen ein Klacks.
Playa Marsella
Und mit der Ladefläche des Pickups können wir netterweise sogar Anhalter ohne mulmiges Gefühl mitnehmen, scheint hier sehr üblich zu sein und man kann ja auch mal nett sein.
Way down from Jesus with a whoöe family in the back
Das ist hier nämlich sensationell, die Einheimischen sind sehr nett und hilfsbereit, man fühlt sich richtig willkommen.
Stimmung: durchnässt aber ausgelassen; schwankend irgendwo zwischen „f*** wir sind zu alt für den Scheiss, Italien soll auch schön sein“ und „wow, toll erleben wir das alles, wir müssen länger bleiben“. Haben uns für eine Verlängerung auf Ometepe entschieden, die Insel hat einen eigenen Charm und Markus hat keine Lust, sich um Liegestühle zu streiten.
Vor sieben Jahren ist unser Trip nach Ometepe wegen Sturm und der zu gefährlichen Überfahrt ins Wasser gefallen. Diesmal hat alles geklappt, auch wenn die Überfahrt mit dem eigenen Auto etwas abenteuerlich ist. Die Fahrzeuge sind auf der Fähre so eng parkiert, dass ich kurzerhand Markus sämtliche Brownies gestrichen habe, sonst ist aussteigen nur noch ein Wunschgedanke.
Mystisch tauchen die beiden Vulkane Maderas und Conception im Dunst auf. Auch bei der Fahrt um die beiden Inselteile nach Merida zu unserer Unterkunft erhascht man immer wieder einen Blick auf einen der beiden Kegel.
Unsere Unterkunft ist halb im Jungle verborgen, bietet aber eine traumhafte Sicht auf den See, heute am ersten regenfreien Tag (sollte auch der letzte bleiben, grrr…) sogar inklusive Sonnenuntergang. Die Strasse zur Unterkunft ist kriminell und liegt so am Ende der Welt, dass wir zum Dinner nicht nochmals losfahren.
Hm, aber wie war das nochmals mit den guten Strassen auf Ometepe? Egal, kaum losgefahren sichten wir früh am Morgen Brüllaffen!
Cascada de San Ramón, der Hauptgrund, wieso wir hier hinten wohnen. Markus zahlt den Eintritt und wird informiert, dass wir mit unserem Monsterli (habe unseren Pickup so getauft) zwei¹ Kilometer weiter bis zum Parkplatz fahren dürfen, alle anderem müssen spazieren. Okee, die hätten besser gefragt, ob wir das Teil auch fahren können anstatt ob wir eins haben, denn als Strasse kann man DAS echt nicht mehr bezeichnen und wir sind den Hikern den schattigen Spaziergang fast schon etwas neidisch, aber nur fast.
Sodeli, parkiert, 15 Min bis zum Wasserfall, gem. Markus‘ Information. Eine Stunde, drei Liter Schweiss und fünf Flussdurchquerungrn später erhaschen wir einen ersten Blick auf den Wasserfall. Warte nur, Markus schicke ich nochmals zum Spanischunterricht, 15 Minuten!!! Zwischendurch wird der Weg so steil, dass wir beinahe umkehren, rauf ist eins, aber wieder runter? Keine Ahnung, wie ich das schaffen soll, bin doch keine Bergziege.
Nein nein, kein Fluss, unser WanderwegJaja, auch das ist der WegUnd jep, auch hier sind wir entlang gekraxelt
Aber dann, Regen sei Dank, der Wasserfall stürzt eindrückliche 120 Meter über moosbewachsene Felsen hinunter. Die Plackerei hat sich gelohnt.
Regenfall verwandelt unseren Rückweg in eine Rutschpartie und den Weg in einen Bach… Dafür sind unsere verschwitzten Shirts gleich wieder gewaschen, sehr praktisch.
Einmal T-Shirt auswindenBelohnung
Playa Mango scheint der Hotspot für einen Sundowner zu sein. Die Bumbum Musik lässt zu wünschen übrig, dafür begeistert der Blick auf den Conception und die Füsse ins Wasser hängen zu lassen ist auch eine Wohltat.
Wir finden den ÖV hier einfach genialÖhm nö, kein Mangobaum, das sind PapayasBierlieferantEl ConceptionComedor in BalgüeKüche
Nix Tour, wir haben unseren eigenen Guide für eine Kayaktour auf dem Rio Istián. Einmal kurz über den See Richtung Conception und dann die Flussmündung hoch und in die kleinen Seitenarme.
KaimanEin etwas unerwarteter SumpfbewohnerTiger HeronFledermäuseIguanaBasiliskDer beste Fisch ever
Weils mal wieder regnet sind sowohl der Schmetterlingsgarten wie auch die grüne Lagune Charco Verde eher enttäuschen, das Highlight auf den schlammigen Wegen waren einige fischende Jungs, die uns stolz ihre Ausbeute im Rucksack zeigen (tolles Düftchrn für die folgenden Transporte), etwas Spanisch wirkt in diesem Land tatsächlich wahre Wunder.
Die Strassen werden einfach nicht besser…SchmetterlingsgartenFishingSpazierweg um die LaguneEs Lädeli
Auf dem Rückweg und der Suche nach einem Restaurant fürs Abendessen, passieren wir eine Polizeikontrolle und eine Baustelle. Hä, Moment, Baustelle? Da war doch bisher keine Baustelle… Vale, haben uns verfahren, easy, kennen wir ja. Neu ist nur, dass sich vor uns plötzlich eine Gruppe Menschen mit Megaphon versammelt. Demonstrationen sollte man aus Sicherheitsgründen meiden, gerade nachts, toll. Aber durchs Megaphon erschallen keine Parolen sondern Infos zu einem Kulturfestival mit anschliessender Musik, die Leute beginnen in ihren farbenfrohen Kleidern zu tanzen. Wir parkieren unser Monsterli und folgen der tanzenden Parade zu Fuss, wunderschön und absolut einheimisch.
First glimpse
Iiiih wäh nass, Markus erwacht mit nassen Füssen, es hat die ganze Nacht durchgeregnet und unser Zimmer ist nicht dicht. Wasserlachen am Boden, nasses Bett und von der Decke tropft es nicht, es rinnt, selbiges unter der Tür hindurch. So schnell hatten wir glaubs auch noch nie gepackt… Wir sind nur froh, haben wir uns für unsere Verlängerung auf der Insel in ein anderes Hostel einquartiert.
Alles nass😬Fruit bowl for breakfastLocal houseSmall shopLocal housePlaya Santo Domingo, eigentlich einer der schönsten Strände der Insel, beim aktuellen Hochwasser aber kaum zu sehen.Playa Santo DomingoPlaya Santo Domingo
Auf dem Weg nach Moyogalpa nehmen wir Ojo de Agua, eigentlich ein Naturpool, allerdings stark verbaut und nichts besonders schönes, aber an einem heissen, schweissigen Tag bestimmt eine tolle Abkühlung,
Short walk durch eine BananenplantageKakaoJust hanging herrKein cm gross CaterpillarGolden Orb Spider
Immer wieder spannend, die verschiedenen Verkehrsteilnehmer
Spaziergang mit Machete, ein ganz normaler Anblick hier
und den Punta Jesus Maria mit, eine Sandbank von der aus man beide Vulkane sieht. Leider macht uns der viele Regen einen Strich durch die Rechnung. Wegen des hohen Wasserpegels ist die Sandbank überflutet und die Vulkane in den Wolken noch nicht mal zu erahnen.
Die berühmte Sandbank, eigentlichIch bin auch ein Bus
Das hübsche, tagsüber quirlige Städtchen Moyogalpa verkommt abens zu einer wahren Geisterstadt.
Auch unser gebuchtes Hostal Casa di Gio befindet sich in einer eher düsteren Seitengasse mit gammligen, herumlungernden Gestalten. Uns ist nicht mal bei Tageslicht wohl, also hören wir auf unser Bauchgefühl, fahren weiter und quartieren uns im wunderschönen Hostal Eden ein.
Genug Regen, die Aktivitäten auf Ometepe brauchen Sonnenschein und wir freuen uns auf die Universitätsstadt Leon.
Die etwas in die Jahre gekommenen Sitze einfach ignorieren, das Ding schwimmt bestimmt
Stürmische Zeiten in Leon und für einmal sind damit nicht Revolutionäre sondern der Hurrikan Sara gemeint, der uns tagelang sturzbachartige Regenfälle beschert. Die Überfahrt von Ometepe war noch ruhig, aber dann… Alle Strassen überflutet, Sicht gleich null und wir kriechen mit 20-30 kmh, gut haben wir uns für eine frühere Fähre entschieden ind unser Monsterli unter dem Hintern.
BananenlieferantDie Warnung haben wir zum Glück erst mitbekommen, als wir schon in Leon waren
Unser Hostal ist zum Glück hübsch und zentral gelegen und vor allem mit meinen geliebten Hängematten ausgestattet.
Ansonsten machen wir in und um Leon nicht viel, der Hurrikan verhindert jegliche Aktivitäten um und auf den umliegenden Vulkanen. Die Sicht ist so schlecht, dass sich die markanten Kegel noch nicht mal mehr erahnen lassen. Wir pilgern mehrheitlich von Cafe zu Cafe.
Jetzt müssen wir ja nicht mehr auf die Fähre…French press Kaffee mit Sanduhr, eigentlich cool, nur leider ungeniessbar
Zugegeben, auch mal von Bar zu Bar…
Via ViaBar el FabricaSicht von der Bar El Mirador auf politische Graffities
Perfekt ist das Wetter natürlich auch für den Mercado Municipal.
Messerschleifer mit FahrradantriebGeräuchter Käse, sehr speziell und von einer Konsistenz, die an einen Gummiball erinnert. Besser haben uns persönlich die kleinen Käsekugeln links geschmeckt, vermutlich eine Art krümeliger Frischkäse mit pimientos, bestimmt toll zum BierReisEier, die werden übrigens auch bei über 30 Grad so gelagertSelbiges mit Fleisch, wobei das natürlich bevorzugt früh Morgens gekauft wird
Hier auf dem Markt geniessen wir auch die bisher beste Mahlzeit in Nicaragua, einen Eintopf de Res con Tomate, Yucca y Platanos, liebevoll 4 Stunden lang im eigenen Saft geschmort. Hätte drin baden können und wie üblich hier, genügt eine Portion absolut problemlos für zwei.
Asados, der Grill besteht übrigens aus einem ausrangierten Autofelgen
Essen ist sowieso immer spannend hier, nix mit:“es gibt nur Reis mit Bohnen und Pollo“.
BrochetasFajitas de polloChurrascoCevichePescado asadoEnsalada con queso y platanos madurasPollo a la planchaSopa de polloOmelette con jalapeñosDesayuno nica, huevos revueltos con gallo pinto (arroz y frijoles)Äh nö, den Mariposa habe ich in meinem Batido de Banano nur gefüttert, nicht gefuttertDer freundliche Verkäufer hat uns alle Früchte probieren lassen, abgesehen von Guyabana und den Mango, war alles unbekannt. Die Mangos werden übrigens grün und mit Salz und Chillisauce gegessen, sehr gewöhnungsbedürftigJugo NaturalesSogenannte Fritangas, Esensstände, häufig übrigens BurgerNach all dem Essen wäre etwas Fitness angesagt
Der Mercado Publico ist samt Bushaltestelle leider grossteils überflutet und entsprechend ist vieles geschlossen.
Jep, der fährt noch
In kurzen Regenpausen, resp. wenn es mal etwas weniger heftig runterprasselt, schlendern wir durch die Gassen. Die alten, farbigen Kolonialhäuser sind wunderschön.
Typisches Trottoir hier, immer wieder die Einfahrtsrampen, schliesslich dient das Wohnzimmer häufig auch als Garage.WohnzimmerOhne Schauckelstuhl ist hier undenkbar
Angeblich gibt es nur schon 17 katholische Kirchen in Leon…
Iglesia de RecollectionOke, keine Kirche, sondern irgendwie das Univerwaltungsgebäude
Wir überlegen lange, ob wir nicht länger bleiben sollen, aber auch nachdem Sara abgedreht hat, bleibt es regnerisch und unberechenbar, die Vulkane sind nach wie vor nicht zu sehen, so dass ein allfälliges Hochgekraxel nicht mal mit der entsprechenden Aussicht belohnt würde. Die letzten Tage waren irgendwie geprägt von: “ Ziehe ich jetzt meine letzten trockenen Socken in die nassen Schuhe an, die grusig nassen nochmals oder die trockenen Schuhe, die dann auch wieder nass werden, genügen Schirm oder Regenjacke oder muss es wieder beides sein, das noch etwas feuchte Shirt oder das letzte trockene, lohnt sich duschen oder müffelt man nach dem Abtrocknen mit dem moderigen, nie trocknenden Handtuch mehr als davor…“. Wir haben genug und wir versuchen unser Glück weiter südlich..
Nur den Besuch auf dem Dach der Catedral de León lassen wir uns nicht entgehen.
Eigentlich sollten hier in der Ferne Vulkane sichtbar sein
An sich haben wir Managua gar nicht wirklich auf dem Radar, wollten nur etwas Vorweihnachtsstimmung tanken.
Quatsch, wir wollten uns die riesigen Bäume am Malecon anschauen, die farbigen Riesen wirken vor dem Lago Nicaragua sensationell.
Die ganze Weihnachtsdeko, insbesondere diejenige vor dem Palacio Nacional verlockt, abends nochmals in die Stadt zu fahren, wenn alles beleuchtet ist, der Verkehr belehrt uns dann subito eines besseren.
Nachdem wir in Leon wegen des Regens ziemlich im Städtchen festgesessen sind, lechtzen wir nach Natur und Bewegung. Das Reserva El Chocoyero wird von den Hostels weder beworben noch als Tour angeboten. Bei der Anfahrt wissen wir auch wieso… Zuerst aber ein kurzer Stop in Nindiri, einem der bekannten Pueblos Blancos, einige hübsche Gebäude, ein schön gemachter Parque Central und eine geschichtsträchtige Bibliothek, viel mehr ist nicht zu sehen.
BibliothekParque CentralParque CentralIglesiaMan beachte die modernen „Kirchenglocken“
Nachdem uns einige freundlich Nicas milimetergenau am etwas ungünstig parkierten Baufahrzeug vorbeigelotst haben, geht es über einen löchrigen, ausgewaschenen Dreckweg weiter. Die Bezeichnung „Strasse“verdient der Weg, der von Markus persönlich als Funpark gebaut sein könnte, definitiv nicht…
Spannend ist nur schon die Holperfahrt durch kleine Dörfer (ich wundere mich immer wieder, dass die zum Trocknen auf STACHELDRAHT aufgehängte Wäsche, keine Löcher bekommt).
Inklusive Machete die beiden JungsPulperia
und Ananas-, Bananen- und Pithaya (Drachenfrucht) plantagen.
AnanasplantageKaffeeKaffeestrauchPittaya
Der Park hier im Nirgendwo existiert, yipee! Und wie erwartet, ist kein Mensch da, ausser dem Parkwächter natürlich. Der Weg ist in einem tollen Zustand (sehr unerwartet nach der Anfahrt) und überall flattern Schmetterlinge rum.
Der Wasserfall selbst ist ehrlich gesagt nicht mal jetzt nach all dem Regen wirklich eindrucksvoll. Das Becken ist auch verbaut, da er als Trinkwasserreservoir dient, also keine Chance auf ein erfrischendes Bad.
Dafür sehen wir Brüllaffen.
Und eine Schlange. Mann, habe ich einen Satz demach, als sich HINTER mir plötzlich der Weg bewegt und das Tierchen elegant davon schlängelt, so cool!
Auf dem Rückweg wollen wir den Vulkan Masaya mitnehmen, letztes Mal vor sieben Jahren konnten wir vor lauter Dampf die rot glphende Lava nichr sehen, für die er bekannt ist. „CERRADO“, man wie wir diese Schilder hassen. Werden dann informiert, dass man aktuell aus Sicherheitsgründen nicht zum Krater hoch kann. Das Musum auf halbem Weg sei geöffnet und der Weg zu den Fumaroles sei auch offen. Valè, besser eun Babyvulkan als gar keiner. Angekommen schüttet es mal wieder wie aus Kübeln und der Wächter informiert, die Fumaroles seien ebenfalls geschlossen, mal wieder Sicherheitsgründe…. Doofe Vulkane aber auch, müssen die so gefählich sein? Dafür ‚fume‘ jetzt ich, dafür haben wir den Eintritt nicht abgedrückt. Zurück am Eingang fordere ich in meinem schönsten Holperspanisch das Geld zurück. Und siehe da, etwas hartnäckige Diskussion, penetrantes nicht weggehen und mit Autorisierung des Supervisors bekommen wir die Kohle zurück, wir staunen Bauklötze, die Menschen hier sind echt unglublich nett.
Ein neuer Tag ein neuer Vulkan… oder nicht… Direkt am Parkeingang können wir nicht weiterfahren, Platten. Da hat Markus nach unserem ersten Auto prompt auch noch unser Monsterchen kaputt gemacht. Einige Nicas beginnen uns mit dem Radwechsel zu helfen, bin immer wieder erstaunt, wie freundlich die Menschen hier sind. Leider müssen die Jungs weiter und wir stehen mangals passendem Werkzeig wie die Esel am Berg, also Autogarage gesucht.
Hilfe von wildfremden MenschenMarkus am WerkAutogarageDie drücken hier einfach eine Art Gummischnur ins Loch, das hält tatsächlich; Kosten 80 Cordoba, d.h. rund 2 Franken, habe gerne 100 dagelassen….
Markus‘ Autokaputtmachaktion kostet uns einiges an Zeit, weshalb wir dann leider nur noch den kürzeren Sendero del Crater machen, die anderen beiden wären wohl bezüglich Fauna spannender, aber die Sicht auf die Bucht von Granada ist herrlich.
Fumaroles
Unser Highligt des Tages ist aber das Faultier, das wir beim Kaffeehalt auf dem Weg nach unten zu Gesicht bekommen, unser Erstes in Nicaragua!
Mirador la Catarina, sehr touristisch aber einen Stopp wert.
DiriomoLa CaterinaLaguna Apoyo
Weil wir vor Sonnenuntergang noch etwas Zeit haben, möchten wir Richtung Pueblos Blancos fahren und uns die Kirchen von Masatepe, la Conception und, wenn es zeitlich drinliegt San Marcos anschauen. In Masatepe ist gerade richtig was los, grande fiesta um parque central.
Für die Fahrt nach El Conception nehmen wir nicht die Carretera, sondern fahren Überland, nehmen wir zumindest an. Aber wenn das Navi für 6 km 18 Minuten Fahrzeit abgibt, die Strasse plötzlich zu einem ausgewaschenen Dreckweg wird und es langsam eindunkelt, haben wir wohl mal wieder eine ungünstige Route gewählt. Der freudliche ältere Herr, den ich frage, ob wir auf diesem Weg nach el Conception kommen, meint zumindest: „a pied si, con el carro no“. Geilo, wenden macht hier auch so richtig Spass….Wechseln irgendwann wohl schlauer vom Google Maps auf Maps.me.
Da war die Strasse noch richtig gut…
Aber egal, die Iglesia nehmen wir noch mit. Angekommen stellen wir etwas frustriert fest, dass wir die Kirche vor 7 Jahren schon gesehen haben, damals noch in leuchtendem gelb gestrichen, hat uns persölnlich besser gefallen.
La ConceptionSan MarcosWay back home, die Busse hier im Dunkeln sehen immer aus wie Feuerwehrautos, so beleuchtet sind sie…Meine Belohnung, Catuela de Mariscos
Sie nennen die wunderschöne Kolonialstadt auch la grande Sultana. Für uns ist sie neben Antigua in Guatemala und Cartagena und Guatape in Kolumbien eine der schönsten Kolonialstädte der Welt. Wie gemalt dominiert die fotogene Basilika beim Parque Central das Stadtbild.
Catedral de Nuestra Señora de la AsunciónEndlich, nach x Tagen Dauerregen sehen wir blauen Himmel!Ich kanns nicht lassen, sie ist einfach zu schön
Wir haben richtig Geld aufgeworfen und uns für 70 Stutz eine Suite im Selina geleistet, im zweitältesten Hotel der Stadt (also eigentlich ein Hostel), einem wunderschönen Kolonialhebäude mit Blick auf den Park, die Basilika, die Pferdekutschen und leider auch dem Gestank von Rössern und einem nicht benutzbaren Balkon, Taubenschisse lassen grüssen. Markus hat ab sofort richtig viel Glück.
Die wunderschöne Front des Selins HostelsBlick von unserem Zimmer über den Parque Central zur Basilika…kurz vor dem Taubenschiss…Murales im InnerenInnenhof
Davor parkieren die ganzen Pferdekutschen, die Rundfahrten durch die Stadt anbieten, entweder für Romantiker, fussfaule oder auch einfach nur zur Unterstützung des lokalen Business.
Oke, sie steht nicht vor dem Selina…Zwar keine Pferdekutsche, aber sehr fotogen parkiert
So wunderschön die Stadt mit all ihren kolonialen Gebäuden auch ist, wir fühlen uns nicht wirklich wohl. Bettler wie auch Händler sind extrem aufdringlich, riechen teilweise nach Alkohol, tatschen einen an und fluchen auch mal hinerher, wenn man sie wegschickt. Ja, die Armut im Land ist teilweise heftig. Wir haben uns jeweils die Reste der häufig zu reichhaltigen Mahlzeiten einpacken lassen und verschenkt. Wenn derjenige dann die Box direkt öffnet, sich an Ort und Stelle am Strassenrand niedersinken lässt und zu essen beginnt, bekommt man doch Gänsehaut. Gefährlich wirkt es an sich nicht, aber nachdem an unserem letzten Tag in Leon einer aus unserem Hostel ausgeraubt worden ist und sogar ins Spital musste, wirken die menschenleeren Strassen hier abends unheimlich.
Ärmere Händler pöatzieten Ihre Waren auch mal unkompliziert auf dem Boden
Tagsüber pulsiert das Leben, insbesondere auf dem Markt, aber so ab 7 werden die Trottoirs hochgeklappt, es wird ruhig und dunkel in den Gassen, irgendwie leblos. Es fehlt die Durchmischung von Touris und Einheimischen wie in der Studentenstadt Leon.
Ohne Pferdewagen geht irgendwie nichts hier, sie sind allgegenwärtigErste Marktstände vor der MarkthalleBei uns werden Erinnerungen an Kolumbien wach….Ärmere Händler platzieren ihre Waren auch mal einfach am Boden auf der Strasse Der MarktEingang zum MarktJaja, die Hitze kann schon mal etwas müde machen
Ansonsten ist das Stadtbild geprägt von wunderschönen kolonialen Prachtbauten,
Kleiner Wetterumschwung
Kirchen
La Capilla Maria AuxiliadoraCentro Cultural Antiguo Convento San FranciscoIglesia de la MercedBlick von der Iglesia de la Merced zur Catedral de GranadaMosaik am Boden
und farbigen Häusern, wunderschön.
Man beachte den Boden…Wohl eine der schönsten Türen in GranadaEs LädeliAu es LädeliTypischer Innenhof eines RestaurantsNoch typischer, der Schaukelstuhl. Markus beim Korrekurlesen meiner Typos im Blog.
Cafe de las Sonrisas – eine Institution, in der Menschen mit physischen Beeinträchtigungen eine sinnvolle Beschäftugung finden, entweder im Cafe, wo die gesamte Kommunikation wortlos erfolgt (klappt übrigens hervorragend) oder beim Weben von wunderschönen Hängematten.
Nach einem letztn Blick auf die drei wohl schönsten Gebäude verlassen wir etwas wehmütig Granada. Die Chance ist gross, dass wir diese wunderschöne Stadt zum letzten Mal gesehen haben, Nicaragua schreit nach jüngeren, abenteuerlustigeren Travellern, als wir es mittlerweile sind. Wohl auch deshalb haben wir viel zuviel in unsere letzten Tage hier reingepackt und uns selbst ziemlich „erledigt“, toll war es trotzdem. Morgen nehmen wir auf dem Weg Richtung Grenze noch den Markt in Masaya mit, der ist bekannt für sein Kunsthandwerk. Vielleicht finde ich nebst meiner 6.5 Kilo Hängematte sonst noch Souveniers…
Masaya hat zwei Märkte, den Mercado Artesanial mit seinen schönen Mauern, der vor allem Touristen anzieht und auch entsprechende Preise schwingt.
Asado de Pollo, typisches Bild am StrassenrandMas polloAbfallverbrennungEingang zum MarktIglesia
Und den Mercado Municipal, den wir ansteuern. Auf einem solchen haben wir schon in San Juan del Sur eine Notfallhängematte für 680 Colones (ca CHF 17) gekauft, im Souvenirladen wollten sie 1800 dafür….
Es git nebst Hängematte au Hängestühl oder Hängematte für Katze und weiss de Gugger nöd was alles no…WürsteMetzgerei, dusse häts öppe 35 Grad, kühlt isch nix…Au Poulet wird so ufbewahrt, soviel zum Thema KühlkettiNähmaschineSchuhmacher
Weil wir von Costa Rica nach Hause fliegen, hatten wir schon im Vorfeld geplant, einen Tag früher über die Grenze zu gehen, sicher ist sicher, vor allem, bei dem was diese Reise alles schief läuft. Nachdem wir wegen des Hurrikans aber gewisse Sachen nicht machen konnten; die Strasse nach Matagalpa mit Selva Negea war nicht befahrbar und der Somoto Canyon in Esteli aus Sicherheitsgründen geschlossen, haben wir entschlossen, unser Wetterglück weiter südlich zu testen und schon zwei Tage früher nach Costa Rica zu gehen.
Finally, en Sunneuntergang❤️
Für uns heisst es somit nach einer letzten Nacht in San Juan del Sur schon morgens um 6 „bye bye Nicaragua“. Es war sehr anstrengend, dafür extrem spannend und wir haben unglaublich viel erlebt und komplett abgeschaltet.
Einfach, weil ich die Bananentransporte mit dem Menschen drauf so cool finde…Bye bye Nicaragua