Sitze gerade am Point Ann, trinke meinen Sundowner, bin zufrieden, dass es nicht mehr regnet und freue mich wie ein kleines Kind über unser wunderschön eingesandetes Outbackluxusmonsterli.

Aber first things first. Etwas wehmütig verabschieden wir uns von dem wunderschönen Cape Arid NP mit seinen einsamen, weissen Traumstränden und dem vielen Wildlife. Von Emus, über Kangaroos bis Echsen, Fröschen und Schlangen haben wir alles gesehen. Unser Ziel Stokes NP, den haben wir letztes Mal aus zeitgründen ausgelassen. Die Fahrt verspricht einiges, tummeln sich doch Dutzende von Kangaroos zwischen den Rindern auf den Weiden entlang der Strasse. Die Picknickarea am Stokes Inlet ist super gemacht, der Blick über das salzhaltige Inlet mit den weissen geisteränlichen Bäumen im Vordergrund hat etwas Postapokalyptisches.







Leider sind die Walks dem Inlet entlang meist ohne Sicht aufs Wasser, dafür zwar netterweise rollstuhlgängig (keine Ahnung, wie jemand im Rollstuhl die sandigen Wege managen soll…) und entsprechend eben und gemütlich. Aber leider auch wenig spannend.

Weil der Camp Ground hier voll ist und wir nach drei Tagen Bushcamp nach einer Dusche lechtzen, fahren wir weiter, Ziel Munglinup Beach.



Eigentlich wollen wir weiter zum Fitzgerald River NP und hier nur noch einen kurzen Blick an den Beach werfen, die Grantitfelsen und ein schöner Hikingpfad verführen uns aber sogar in Flip Flops zu einem kurzen Walk. Zum Glück ist Australien so sauber und abfallfrei, dass wir problemlos barfuss weiterlatschen können, als Flip Flops zu mühsam resp. mit dem Gekraxel über die Felsen zu gefährlich werden.









Finally, arrived in Hopetoun, dem „Tor zum Fitzgerald River NP“. Wir mögen die kleine 300 Personen Kolonialstadt mit ihren hpbschen Gebäuden und dem Mount Barren Cafe.








Das Highlight der Region ist aber natürlich die zerklüftete Küste, die immer wieder goldsandige Buchten formt, die von roten Grantifelsen umrahmt werden.

























Weil der am Beach gelegene Four Mile Camp Ground voll ist, (man merke, frühzeitig buchen, 5 der Plätze sind nur für Zelte geeignet…) fahren wir zum Hamersley Camp Ground am Hamersley Inlet. Altbekannte Besucher beim Wassergahn der Camp Kitchen machen die Übernachtung zu einem Highlight.





Das Hightlight relativiert sich, als einiges nach Einbruch der Nacht unsere Camp Nachbarn einfahren, eine 6er Gruppe Briten, die bis einiges nach Quiet Time rumlärmen und rumalbern und frischfröhlich den Wasserhahn während des Zahneputzens laufen lassen, obwohl die Region unter Wassermangel leidet. Entsprechend verschlafen wir morgens und fliehen zuerst mal zur Picknick Area ausserhalb des Camp Grounds zum Frühstück.
Als unsere Neighbours from Hell etwas später aufgestyled und joggend vorbeitraben schütten wir uns aus vor Lachen. Hey, wir sind in einem Nationalpark, wo man x Walks, von 100m bis mehrere Tage machen kann; und die armen Irren rennen der Strasse entlang… Uns egal, wir nehmen den Hakea Trail durch Buschland und über Sanddünen zum Hamersley Beach unter die Füsse, schliesslich müssen wir den Tag noch füllen. Dass es uns später noch richtig verblasen wird, ahnen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht im entferntesten.



















Time for Lunch, aber zuerst ein quicker Stop beim Cave Point wegen des Fotolichts






Dann beim West Beach, den haben wir nämlich gestern nicht geschafft, brauchts nur 20 Meter gekraxel und unser ruhige Tag ist dahin, wir relisieren nämlich, dass das wegen der Gesteinsformationen die spannendste der Buchten hier ist.


Aber zuerst Lunch am Four Mile Beach, zum Laufen ist es zu heiss.

Nach dem duschlosen Bushcamp der letzten Nacht und dem schweissigen Walk über Sanddünen wollen wir in Hoptoun selbst übernachten, da gibts auch Waschmaschinen; eine Story für sich… aber zuerst erspähe ich tatsächlich Schatten am Beach, eine absolute Rarität hier!


Dann West Beach mit seinen sensationellen Gesteinsformationen!













Dann waschen (DIE Story mag ich gar nicht erzählen), dafür gibts einen Sundowner auf Sanddünen, doof nur, dass ich mich dabei in ein Nest aus Sandflöhen setze und mir abschliessend tagelang die Beine blutig kratze… helfen würde nur Kortisonsalbe, leider sind wir dazu zu sehr am A… der Welt.

Dafür gönnen wir uns ein kühles Bier inkl. Dinner im Pub, etwas stickig dafür mit viiiiel Atmoshäre und geilen Spearribs…

Next day, next try, via Farm Gate Art Trail














gehts zum Westeingang des Nationalparks, Ziel Point Ann.
Point Ann soll für uns wohl einfach nicht sein, auf DER wellblechverseuchten Gravelroad haben wir vor einem Jahr schon einen Schrank im Van, unsere Mikrowelle und die gesamte Stromversorgung im Camper gekillt, nur um dann bei einem Walk im ströhmendem Regen bis au die Unterwäsche nass zu werden. Diesmal fliegt unser Allreadluxusmonsterli regelrecht über das Wellblech, wobei die regennasse (jaaa, es schifft schon wieder…) Gravelroad tückisch und schmierig ist, ein Gefühl wie auf Glatteis, nur spassier und das Fahrzeug wird schön schlammig, grins, love ist!!!





Aber irgendwie, braucht Point Ann auch etwas stürmisches Wetter, nur schon weil sich die Kangaroos bei Regen zum Trinken beim Picknickplatz tummeln.




















St. Mary Inlet




Jetzt aber heisst es für uns vorerst bye bye Nationalparkts hallo Zivilisation, next Station Bremer Bay.
Hey Marietta
Dieses Mal hat sich doch echt ein Foto in deinen Blog verirrt, welches du bei passendem Wetter auch in Holland hättest schiessen können! Der Weg zum Strand (Munglinup Beach?) mit den durch Draht verbundenen Hagpfosten, wo dahinter das Meer zu sehen ist, der gleicht extrem den Wegen durch die Dünen an die Nordsee 😂
Alle anderen Bilder sind allerdings zweifellos nicht in Holland aufgenommen, sondern total “Australischen Ursprungs” – Mega!
Liebe Grüsse
Carolina
Hi Cro, ja genau, der sandige ebene Weg zum Beach ist Munglinup. Notmalerweise miss man sich Strände entweder mit Treppensteugen oder Gekraxel über Felsen verdienen, der hier war sehr gemütlich…