1st week on the Masai Mara Big Cat Conservation Project

Am Dienstag Morgen gehts erstmals richtig los mit Arbeit, wir müssen „Grasfresser“ zählen. Eigentlich ist es ein bisschen wie Safari mit Zusatzaufgabe. Das heisst, wir fahren im Safarifahrzeug durch die Steppe, stoppen innerhalb des gewünschten Bereichs sobald wir Tiere sehen und dann heissts: „25 Impalas, 37m Distanz bei 270 Grad“, das alles wird dann in einer App erfasst und soll v.a. im Jahresvergleich Aufschluss geben, wann sich wieviele Tiere in welchem Bereich aufhalten.

Marietta mit Kompass

Thomson Gazelle

Zebras

Hyäne

Die Arbeit ist einfach, die Umgebung der Hammer und kurz vor Mittag sehen wir dann eine Cheetah mit vier Jungen beim Fressen, einfach nur sensationell. Da halten sogar wir an und unterbrechen unsere Arbeit!

Mittags macht Niels Morgenson vom vom Mara Predator Project eine umfassende Info bez. Katzenmonitoring. Hier gehts wiederum um Sichtung von bereits bekannten aber auch neuen Raubkatzen sowie deren ID. D.h. wir fahren durch die Gegend, suchen nach Raubkatzen, wobei wir nach und nach möglichst das ganze Gebiet abdecken sollen. Sobald wir ein Kätzchen sehen, werden alle Daten notiert, Nahaufnahmen von Flanke, Schnurrhaaren und Ohren zur Identifikation gemacht und später dann alles im Computer in einer App erfasst. Wir finden, es gibt definitiv schlechtere Jobs als die Suche nach Raubkatzen, wir sind sogar erfolgreich und finden ein Pride mit 3 Weibchen und 5 Jungen.

Auch Elefanten werden so erfasst. Und ach ja, meine Kamera ist aufgetaucht, die ist frischfröhlich wieder nach Zürich geflogen, versuche jetzt, das Teil wieder nach Kenia zu bringen 😁.

Voila, am Mittwoch gehts weiter mit Community Work. Nachdem die Primary School wegen April geschlossen hat, dürfen wir Strassen reparieren… Das ganze ist irgendwie total witzig. Mit unserem Driver Francis fahren wir zu besagtem Loch in der Strasse und bekommen den Auftrag, dieses mit Steinen zu füllen. Er hilft mit und wir schleppen die erste Ladung faustgrosser Steine heran, so kommen wir nicht wirklich vorwärts. Also fangen Markus und ich an, grosse Steinplatten aus dem Fluss heranzuschleppen, in 2 anstatt geplanten 4 Stunden ist die Arbeit getan und die Strasse wieder passierbar.

Die haben wohl nicht mit Schweizer Effizienz gerechnet, zurück im Camp weiss nämlich niemand so genau, was mit uns anfangen. Wir schlagen vor, die Monitoringdaten vom Vortag bereits jetzt anstatt erst nach dem Lunch in den Computer einzupflegen, wir spekulieren auf einen freien Nachmittag, nebenan gibts nämlich eine Lodge in Gehdistanz.

Welcome committee back on our Camp 😆

Alle sind einverstanden, verschwinden aber irgendwie, obwohl uns eigentlich jemand zeigen sollte, wie das genau funktioniert, afrikanische Organisation eben. Tja, kann ja wohl nicht so schwer sein, wir schnappen uns den Laptop, suchen uns durch die Files, staunen ob der Organisation und Filebenennung, schaffens aber problemlos, alles einzupflegen und die zugehörigen Fotos upzuloaden. 11.30 Uhr und wir haben unsere Tagesarbeit erledigt, mit Ausnahme des Drives fürs Cat Monitoring am späten Nachmittag, freue mich bereits darauf.

Donnerstag ist wieder Tierzählung der Grasfresser angesagt:

Eland, die grösste Gazelle

Male Impala

Am Nachmittag gehts wieder auf zum Katzenmonitoring. Lange werden wir aber vor allem mit Vögeln beglückt… OK, das alte Giraffenmännchen war ebenfalls toll…

Lilac Breasted Roller

Laped Faced Vulture

Goliath Heron

Weaver Bird

DikDik

Erst im Eindunkeln stolpern wir über ein Löwenweibchen mit zwei Jungen, naja, wohl eher Teenies, aber immer noch komplett verspielt.

Auf dem Heimweg entdecke ich dann noch zwei bisher unbekannte junge Löwenmännchen, richtig spanned, aber leider schon zu dunkel für saubere ID Fotos von Ohren, Zähnen und Schnauze. Die Kätzchen müssen wir wohl Morgen oder nächste Woche nochmals suchen gehen.

Markus bei der Datenerfassung

Und morgen machen wir als Wochenabschluss „grass monitoring“, bin ja gespannt…

Ben, unser Koch, der wohl wichtigste Mann im Camp! Das Essen ist eine gelungene Mischung aus europäischen und afrikanischen Gerichten.

Freitag Nachmittag, die Arbeit ist getan und wir sitzen gemütlich bei einem Glas Wein in der luxuriösen Nachbarlodge und geniessen die Aussicht. Abends gibts bei uns ein Lagerfeuer (vorausgesetzt es regnet nicht) und morgen früh machen wir offiziell eine Safarifahrt 😎

3 Gedanken zu „1st week on the Masai Mara Big Cat Conservation Project“

  1. Sali zämä
    Hammerfotos — ich gratuliere euch zu diesem Blog.
    Der Job scheint geradewegs für euch gemacht.
    Weiterhin viel Spass mit Tieren vor der Linse.
    Liebe Grüsse
    Madeleine

  2. Hallo zusammen,
    Was für Hammer-Fotos! Da habt ihr ja einen tollen Volonteer-Job an Land gezogen… 😎
    Fast so unglaublich wie das Missgeschick mit der Kamera – ts, ts, ts. Kann es sein das ihr ein Talent dafür habt die Kamera zu verlieren, oder war euch das vor dieser langen Reise noch nie passiert?
    Liebe Grüsse,
    Carolina

    1. Halo Caro, dieser Volunteering Einsatz ist echt sensationelll. Haben aber auch eine tolle Zeit erwischt, die erste Woche waren wir nur zu zweit, jetzt zu viert. Im Juni sinds dann 14 Volunteers hier, das kann ich mir gar nicht vorstellen. Naja, so alle ein zwei Jahre schrotten wir schon mal ne Kamera, aber klauen lassen oder gar vergessen haben wir doch noch nie geschafft, muss wohl ein Fluch sein oder so… Aber wir sind ja vorbereitet und haben mehrere dabei 😁. Stell dir mal vor, all diese Tiereund keine Kamera, ich hätte ja in die Tischplatte gebissen… En Gruess, Marietta

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