Isla Barú und Playa Blanca

Das mit den Islas Rosarios hat am Freitag dann doch nicht mehr geklappt, haben als Alternative den Bus nach Isla Barú und die berühmt berüchtigte Playa Blanca genommen.

Playa Blanca gemäss sämtlichen Informationsquellen tagsüber und v.a. am Wochenende hoffnungslos überlaufen, dafür abends angeblich ruhig, vamos a ver. Während der Busfahrt bekommen wir mal ein etwas authentischeres Kolumbien als das wunderschöne, herausgeputze Cartagena zu sehen, inkl. Strassensperren. Am Parkplatz der Playa Blanca angekommen werden wir zuerst erwartungsgemäss von Händlern bestürmt, erstmals bekommen wir auch Koks angeboten, schön getarnt in einem Schmuckkästchen, marschieren aber zielstrebig erst mal eine Viertelstunde nach rechts, immer brav hinter den ganzen Strandständen hindurch bis zu unserer Unterkunft „Brisa y Mar“. Das liegt direkt am Beach, wir werden auch erwartet und bekommen die Frontcabana mit Meersicht und Gemeinschaftsbad, einfach aber sauber und hübsch. Duschen sind auf eine pro Tag limitiert, dazu müssen wir uns jeweil an der „Reception“ melden, dann wird das Wasserbecken über der Dusche mit einer Tagesration Duschwasser gefüllt und los gehts.

Am nächsten morgen ist der Strand wie ausgestorben, absolut herrlich und von Menschenmassen keine Spur.

Spazieren dann mal Richtung „Centro“ und voilà, ich kanns nur als Zirkus bezeichnen… Menschen liegen und sitzen so eng wie an der Streetparade, die vordersten aus Platzgründen sogar halb im Wasser. Beinahe ausschliesslich kolumbianische Familien, viele mit Picknicks, Kühltaschen und Alkoholflaschen, auch Vormittags werden uns überall schon Cocktails angeboten, gemixt mit Zutaten aus der „Garette“. Wir fliehen rasch wieder und ein Kilometer weiter ist wieder alles ruhig, unglaublich…(Fotos folgen)
Nach dem faulen, erholsamen Wochenende am Sonntag dann der Rücktransfer, Busse fahren keine, ist ja Feiertag, also ab aufs Boot. Irgendwie läuft es wie in all unseren Reiseländern, 5 Min vor Abfahrt wissen wir noch nicht so genau wann und wo das Boot dann fährt, Ticket haben wir zwar bezahlt, aber keins erhalten, funktionieren tut dann doch alles, bin immer wieder erstaunt.

Auf dem Boot wird dann zuerst das Schattendach „verstaut“ (und das um 14.00 mittags, Sonnenbrand ist vorprogrammiert). Nach einer Stunde ruhigem Transfer wenden wir plötzlich auf offenen Meer und fahren Richtung eines anderen kleinen Bootes, werden aber nicht überfallen, denen ist nur der Sprit ausgegangen. Also, wie im schlechten Film, man nehme Ersatzkanister, Waschmittelflasche und Schlauch, ansaugen und Benzin in die Waschmittelflasche abfüllen. Dann gehts weiter, legen dann irgenwo an, sieht aber nicht wirklich nach Cartagena aus… Aha, Bootswechsel, das Ding ist komplett überfüllt, 4 Personen haben mit etwas Stapeln immer noch Platz, etwas warten, weiterdiskutieren, Schwimmwesten verteilen und nochmals 3 reinpacken. Die werden dann etwas später (immer noch an der Anlegestelle) wieder rausgeschickt, nur um sie dann etwas später wieder einzuladen. Als es endlich weitergeht, bin ich doch etwas erstaunt, dass unsere Nusschale noch schwimmt… Ausgeladen werden wir dann nicht in Cartagena selbst sondern in irgendeinem Vorort, also ab ins Taxi und nach Hause.

Oje, genau in unserer Strasse, resp. Viertel ist ein Karnevalsumzug, inkl. Espuma… Diesen essbaren Schaum lieben hier nicht nur die Kinder und zum Essen ist das Zeugs auch nicht gedacht, wohl aber toll, um damit Leute einzuschmieren, bin ganz begeistert *grrr*.

Ach ja, den Blog schreibe ich in meinem Lieblingscafe, der Gelateria Paradiso 😜

4 Gedanken zu „Isla Barú und Playa Blanca“

  1. !Hola! ?Que tal?
    Da habt ihr ja schon einiges erlebt. Zum Glück seid ihr wieder heil von der Bootsfahrt nach Hause gekommen. Weiterhin viel Spass und !mucha suerte!
    Liebe Grüsse

  2. Ay, caramba… warum ist im November Karneval? und habt ihr euch dann wirklich einen Sonnenbrand geholt?
    Ich staune ab der Geschichte mit dem überfüllten Boot und dem Treibstoff aushelfen auf dem Meer. Irgendwie schon krass wie anderst als bei uns da gelebt wird. Nur eines scheint gleich – aus Faulheit liegen die Leute lieber alle am gleichen Strandabschnitt statt noch ein paar Schritte weiterzugehen um ihre Ruhe zu haben.

    1. iclaja, bei uns ist Fasnachtsbeginn ja auch der 11.11. ;-). Die Story mit dem Treibstoff war echt der Hammer, aber die Menschen hier sind allgemein sehr freundlich und hilfsbereit. Bez. Sonnenbrand, 2 Srunden auf dem Boot ohne Schatten, bei irgendwie 34° mittags genügen da trotz hohem Schutzfaktor absolut… Bei mir wars sogar nicht nur der Sonnenbrand sondern vermutlich ein leichter Sonnenstich mit Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit… Beim überfüllten Strandabschnitt bin ich mir nicht so sicher, ob es nicht eher darum geht „bei den Leuten“ zu sein… Für mich wärs Horror, aber hier ist der Trubel glaubs normal und gewünscht….

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