Sodeli, Auto erfolgriich gschrottet. De Markus hät aber zwei Täg lang jedi Holperstross und jedes Pothole müese neh und vor allem gfühlti 100 Flüss durquere, aber gschaft hömmers. Jetzt fahremer stilgerecht en HiLux Pickup, es Monschter, wo überall durekunnt. Was anders hät üs d’Autovermietig nüme geh, verstand gär nöd wieso…

Uns gefällt das eigentlich als touristisch verschriene San Juan del Sur sehr gut. Das Städtchen an der zwar fotogenen aber nicht wirklich schönen und leider zugemüllten Bucht





ist überschaubar, sehr pittoresk und mit all den Bars, Cafes und Restaurants richtig gemütlich.
























Trotzdem finden sich immer noch einige sehr authentische Ecken.



















Südlich reihen sich einige schöne Bade- oder Surfbuchten wie Perlen auf der Schnur aneinander. Getrübt wird unser fauler Strandtag leider immer wieder von teils heftigen Regenschauern, was faules rumliegen am Beach beinahe unmöglich macht.



















Lediglich Playa Hermosa mit ihrer kostenplfichtigen Infrastruktur und insbesondere meinen geliebten Hängematten rettet unsere faule Seite.







Die idyllischen und menschenleeren Buchten muss man sich allerdings etwas verdienen, die Strassen sind mehr als abenteuerlich und wir sind froh, haben wir zumindest einen SUV wenn schon nicht einen richtigen 4×4 unter dem Hintern.
Neuer Tag, neues Glück! Haben uns die Playas nördlich von San Juan del Sur vorgenommen. Um etwas Zeit zu sparen nehmen wir die Carretera via Rivas und gondeln südlich der Küste entlang zurück.



















Zumindest theoretisch… die sowieso schon nicht sooo tolle und verdammt schlammige Strasse endet definitiv an diesem Fluss, no way to cross.






Also zurück und beten, dass wir durchlommen, zumindest mal bis zum Gatter läuft es glatt, also bis zum geschlossenem Gatter. Hä, da war doch vorher nichts. Grübel, grübel und studier…. da werden wir von einem Nica ziemlich böse angefaucht, offensichtlich befinden wir uns unerlaubt auf Privatgrund. Ups, ich grabe mein letztes Spanisch hervor, entschuldige mich in aller Form, schiebe es auf das GPS und bitte demütig um Durchlass. Gebongt, weiter gehts, zumindest bis Markus unser Wägelchen aufsetzt, doofe Rinne aber auch. Also zurück und rechts vorbei durch den Schlamm, zumindest bis nix mehr geht, sh… eingegraben. Menno, zum Glück helfen und zwei Einheimische schieben, die jetzt losen Autoteile zu entfernen und unser Fahrzeug wieder zumindest vorübergehend fahrtüchtig zu machen. Soweit zu unserem „gemütlich den Stränden entlang nach Süden gondeln“, auf direktem Weg gehts zurück zur Autovermietung, Schaden melden, Abbitte leisten (schon wieder entschuldigen wir uns in aller Form) und Markus ein neues schlaglochstrassengerechtes Spielzeug beschaffen; und den Tag in Bier ertränken.




Sodeli, Strände im Norden war doch das Thema. Mit unserem neuen Monster sind die Strassen ein Klacks.








Und mit der Ladefläche des Pickups können wir netterweise sogar Anhalter ohne mulmiges Gefühl mitnehmen, scheint hier sehr üblich zu sein und man kann ja auch mal nett sein.

Das ist hier nämlich sensationell, die Einheimischen sind sehr nett und hilfsbereit, man fühlt sich richtig willkommen.
Bye bye San Juan del Sure, off to Ometepe!

Hey Marietta
Wie hab ich mich doch auf die Beschreibung des neuesten Kapitels “Mietwagen-Schrotten” gefreut… und die Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt 😂 – ihr macht das super! 🤣🤣🤣
Nicaragua ist ja offensichtlich schon eine völlig andere Welt als wir kennen. Zu denken geben einem aber schon die ganzen vergitterten Erdgeschossfenster – die werden schon ihre Gründe haben.
Bei den vielen Bildern mit Surf-Shops und Surf-Schulen wartete ich schon fast auf ein Foto von euch auf einem Surfbrett 🏄- gibts sowas auch, oder ist das zu viel verlangt?
Weiter gute Fahrt!
Liebe Grüsse
Carolina
Hi Caro, warte nur ab, gestern sind wir in einem nassen Bett erwacht😅, hat jetzt wohl rund 36 Stunden durchgeregnet🙈, so abenteuerlich waren unsere Reisen tatsächlich schon lange nicht mehr, macht aber Spass.Wegen der vergitterten Fenster haben wir uns tatsächlich selbst schon gewundert, ist hier sehr üblich. Tatsächlich gilt Nicaragua aber als sehr sicher und wir fühlen uns auch sehr wohl. Nur so ab 7 abends, muss man vorsichtiger sein, dunkle mensche leere Gassen meiden, gesunder Menschenverstand halt… Mit den Surfbildern werde ich dich wohl enttäuschen, war ja vor 7 Jahren geplant, da hatte mir ja der Unfall einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Knie macht solche Spässe seitdem auch nicht mehr mit🥲. Lieber Gruss vom Ferry Pier in Ometepe, Marietta