Leon und der Hurrikan Sara

Stürmische Zeiten in Leon und für einmal sind damit nicht Revolutionäre sondern der Hurrikan Sara gemeint, der uns tagelang sturzbachartige Regenfälle beschert. Die Überfahrt von Ometepe war noch ruhig, aber dann… Alle Strassen überflutet, Sicht gleich null und wir kriechen mit 20-30 kmh, gut haben wir uns für eine frühere Fähre entschieden ind unser Monsterli unter dem Hintern.

Bananenlieferant
Die Warnung haben wir zum Glück erst mitbekommen, als wir schon in Leon waren

Unser Hostal ist zum Glück hübsch und zentral gelegen und vor allem mit meinen geliebten Hängematten ausgestattet.

Ansonsten machen wir in und um Leon nicht viel, der Hurrikan verhindert jegliche Aktivitäten um und auf den umliegenden Vulkanen. Die Sicht ist so schlecht, dass sich die markanten Kegel noch nicht mal mehr erahnen lassen. Wir pilgern mehrheitlich von Cafe zu Cafe.

Jetzt müssen wir ja nicht mehr auf die Fähre…
French press Kaffee mit Sanduhr, eigentlich cool, nur leider ungeniessbar

Zugegeben, auch mal von Bar zu Bar…

Via Via
Bar el Fabrica
Sicht von der Bar El Mirador auf politische Graffities

Perfekt ist das Wetter natürlich auch für den Mercado Municipal.

Messerschleifer mit Fahrradantrieb
Geräuchter Käse, sehr speziell und von einer Konsistenz, die an einen Gummiball erinnert. Besser haben uns persönlich die kleinen Käsekugeln links geschmeckt, vermutlich eine Art krümeliger Frischkäse mit pimientos, bestimmt toll zum Bier
Reis
Eier, die werden übrigens auch bei über 30 Grad so gelagert
Selbiges mit Fleisch, wobei das natürlich bevorzugt früh Morgens gekauft wird

Hier auf dem Markt geniessen wir auch die bisher beste Mahlzeit in Nicaragua, einen Eintopf de Res con  Tomate, Yucca y Platanos, liebevoll 4 Stunden lang im eigenen Saft geschmort. Hätte drin baden können und wie üblich hier, genügt eine Portion absolut problemlos für zwei.

Asados, der Grill besteht übrigens aus einem ausrangierten Autofelgen

Essen ist sowieso immer spannend hier, nix mit:“es gibt nur Reis mit Bohnen und Pollo“.

Brochetas
Fajitas de pollo
Churrasco
Ceviche
Pescado asado
Ensalada con queso y platanos maduras
Pollo a la plancha
Sopa de pollo
Omelette con jalapeños
Desayuno nica, huevos revueltos con gallo pinto (arroz y frijoles)
Äh nö, den Mariposa habe ich in meinem Batido de Banano nur gefüttert, nicht gefuttert
Der freundliche Verkäufer hat uns alle Früchte probieren lassen, abgesehen von Guyabana und den Mango, war alles unbekannt. Die Mangos werden übrigens grün und mit Salz und Chillisauce gegessen, sehr gewöhnungsbedürftig
Jugo Naturales
Sogenannte Fritangas, Esensstände, häufig übrigens Burger
Nach all dem Essen wäre etwas Fitness angesagt

Der Mercado Publico ist samt Bushaltestelle leider grossteils überflutet und entsprechend ist vieles geschlossen.

Jep, der fährt noch

In kurzen Regenpausen, resp. wenn es mal etwas weniger heftig runterprasselt, schlendern wir durch die Gassen. Die alten, farbigen Kolonialhäuser sind wunderschön.

Typisches Trottoir hier, immer wieder die Einfahrtsrampen, schliesslich dient das Wohnzimmer häufig auch als Garage.
Wohnzimmer
Ohne Schauckelstuhl ist hier undenkbar

Angeblich gibt es nur schon 17 katholische Kirchen in Leon…

Iglesia de Recollection
Oke, keine Kirche, sondern irgendwie das Univerwaltungsgebäude

Wir überlegen lange, ob wir nicht länger bleiben sollen, aber auch nachdem Sara abgedreht hat, bleibt es regnerisch und unberechenbar, die Vulkane sind nach wie vor nicht zu sehen, so dass ein allfälliges Hochgekraxel nicht mal mit der entsprechenden Aussicht belohnt würde. Die letzten Tage waren irgendwie geprägt von: “ Ziehe ich jetzt meine letzten trockenen Socken in die nassen Schuhe an, die grusig nassen nochmals oder die trockenen Schuhe, die dann auch wieder nass werden, genügen Schirm oder Regenjacke oder muss es wieder beides sein, das noch etwas feuchte Shirt oder das letzte trockene, lohnt sich duschen oder müffelt man nach dem Abtrocknen mit dem moderigen, nie trocknenden Handtuch mehr als davor…“. Wir haben genug und wir versuchen unser Glück weiter südlich..

Nur den Besuch auf dem Dach der Catedral de León lassen wir uns nicht entgehen.

Eigentlich sollten hier in der Ferne Vulkane sichtbar sein

2 Gedanken zu „Leon und der Hurrikan Sara“

  1. Hey Marietta, wenn ich mir die Bilder von den Torten so anschaue, mmmmh, waren die so fein wie sie aussehen? Ich sehe da so einiges, was ich auch gerne probieren würde 😊. Auch die anderen Speisen die ich auf den Fotos entdeckt habe würden mich grossenteils gluschten.
    Wie schade, dass ihr das Wetterpech auch nach Leon mitgenommen habt. Scheinbar müsst ihr noch eine weitere Reise in die Gegend planen, damit ihr auf die Vulkane hochkraxeln könnt und dabei mit der entsprechenden Aussicht belohnt werdet…
    Die ganzen Busse machen ja fast Cuba Konkurrenz, die sind ja auch noch recht Retro…
    Liebe Grüsse
    Carolina

    1. Hi Caro, jaaa, Torten und Kuchen schmecken hervorragend, vor allem alles mit Schoggi, sind hier ja an der Quelle😊. Also Diätferien sind es bestimmt nicht😇. Naja, anfangs hat u s Rafawl das Wetter vermiest, dann Sara, hatten bis jetzt nur 2 ganz trockene Tage. Aber jetzt scheint die Sonne und es ist sauwarm🤩. So schön das Land ist und so viel es bietet, es ist definitiv ein Reiseland für junge Leute, wir werden es also wohl zum letzten Mal sehen. Sehe mich einfach nicht mehr beim Vulkanboarding, zumindest nicht mit heilen Knochen🤣. Waren aber gedtern zumindest noch auf dem Mombacho💪. Aber heute gehts nach Masaya auf den Markt zum shopping, die Leute hier sind so arm und es hat so wenige Touristen, ich muss einfach etwas Geld hier lassen☺️. Es liebs Grüessli, Marietta

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