Koh Lanta

Ich hatte mich ja echt darauf gefreut, dass auf Lanta wieder etwas mehr los ist als auf Jum, aber im ersten Moment war die Ankunft hier doch ein ziemlicher Schock. Anstatt einer unverbauten Junglefront wie auf Jum schaut man hier vom Meer her an Ressorts und Restaurants und Menschen; Menschen gibts auf Lanta…

Bei diesem Schock genügt ein Bierchen nicht, da muss was Stärkeres her, etwas Schokolade, eine volle Dröhnung Koffein und eine Massage später sehe ich dann nur noch einen feinsandigen goldenen Traumstrand, türkisfarbenes klares Meer und coole Strandbars und -restaurants aus Bambus und Schwemmholz.

Ich bin immer noch verblüfft, wie reibungslos der Fährbetrieb mit dem Umsteigen auf offenem Meer funktioniert. Nur wenn man im äussersten Longtail sitzt hat man die Arschkarte gezogen und darf über vier Boote hinweg auf die Fähre klettern…

Das Städtchen Saldalan auf Lanta besteht auf den ersten Blick nur aus Bootsanlegestegen und Restaurants…

Der 4 km lange Hat Ae Phra (Long Beach) ist herrlich, nur natürlicher Schatten ist schwierig zu finden, weil zuviel für Ressorts und Restaurants gerodet worden ist. Der eizige Sonnenschirm am Strand ist unserer, anderen Leuten macht die pralle Sonne anscheinend bei rund 35 Grad im Schatten auch während der Mitttagshitze nichts aus, auch krebsrote Sonnenbrände scheinen keineswegs zu schmerzen, verblüfffend.

Die Insel bietet einiges, leider auch traurige Anblicke wie diese im Müll wühlenden Affen…

Der Staat versucht gerade dem Plastikproblem Herr zu werden und hat die Abgabevon Plastiksäcken in Minimarkets verboten. Leider hilft das nur wenig, wenn gleichzeitig neuerdings Früchte einzeln in Plastik verpackt werden, ich habe neinen Augen kaum getraut.

Dafür haben wir an ersten Orten auch erlebt, dass Strohhalme nur noch gegen separate Bezahlung abgegeben werden, wobei die wiederverwendbaren aus Bambus 30% gpnstiger als die Plastikvariante waren!

Da wirken diese doch viel gesünder

und diese rotzfrech

Dafür ist Old Town Lanta gänzlich unerwartet hübsch und lädt zum verweilen und mit seinen vielen Souvenirshops auch zum Geldausgeben ein.

Zumindest in meinen Augen ist dann dafür der Hat Klong Khong richtig hässlich, mit Beach Chairs zugekleistert und auf Betonmauern thronenden Beizen verbaut.

Die U-Bay ist herrlich einsam mit einer coolen Reage Bar ausgestattet – cool zumindest so lange ich mir den Sound nicht anhören muss ;-).

Nui Bay, die angeblich schönste Bucht der Insel, wird etwas zu sehr promotet. Sie ist zwar tatsächlich richtig pittoresk, aber auch eher voll und wird gleich von zwei ultra alternativ aussehenden Bars ohrenbetäubend mit Bässen beschallt.

Für uns heisst es leider bereits wieder „bye bye Koh Lanta“