Typisch für uns, wenn alle Reisenden etwas links liegen lassen, müssen wir es genauer beschnüffeln. Cienfuegos dient den meisten nur als kurzer Zwischenhalt uf dem Weg nach Trinidad, eigentlich schade, die Stadt verbreitet mit ihren pastellfarbenen, säulenbewehrten Kolonialhäuseren in einem Mix zwischen Neoklassizismus und Art Deco einen bezaubernden Charme. Aber nur schon die Fahrt selbst ist ein Erlebnis.
Säulen, ich sehe nur Säulen, toll diese Gebäude…
Am zentralen Parque de Marti findet man auch einige richtig eindrucksvolle Gebäude.
aber abends wenn die Kolonialhäuser auf beiden Seiten in der Abendsonne leuchten und nachts, wenn sich der Prado mit vor allem jugendlichen Kubanern bevölkert, verströmt er einen eigenen Zauber, me gusta mucho.
Spannender ist allerdings die Calle Richtung Meer resp. die Gassen abseits des Bolivars oder Paseos.
Tagsüber ist der Prado, die längste Allee Kubas, brütend heiss, schliesslich haben wir den Regen mit Viñales hinter uns gelassen,
Nahtlos geht der Prado in den Malecon über, der Hafenpromenade, allerdings handelt es sich halt um einen Industriehafen, also nix mit türkisblauer Bucht, ein Drink bei frischer Meeresbrise, ist trotzdem nicht zu verachten. Drinks gibt es hier sowieso à gogo.
Als ob das alles Cienfuegos nicht zu einem lohnenswerten Ziel machen würde, entpuppt sich die Stadt auch noch als Street Art Hochburg, also wir sind von dem Städtchen jedenfalls begeistert und empfinden unsere zwei Tage hier als viel zu wenig…
Rundum lockt die Laguna Guanaroca mit ihren Flamimgos und einer schönen idyllischen Ruderbootsfahrt entlang der Mangroven.
Der Hausstrand von Cienfuegos, die Playa Rancho Luna, drängt sich für einen gemütlichen Lunch und eine faule Siesta geradezu auf.
Viel zu schnell müssen wir uns leider von Cienfuegos verabschieden. Über das Gebirge und via die Wasserfälle von El Nicho machen wir uns auf den Weg nach Trinidad. Aber zuerst mal tanken… Also, ab zur Tankstelle, anscheinend haben wir aber prompt wieder eine nur für Einheimische erwischt. Zum Glück ist die nächste nur 1 km entfernt. Brav stelle ich mich an der Kasse an, nur um dann ein Haus weiter zur Autovermietung geschickt zu werden, dort heisst es dann, contrado, also laufe ich zurück, hole den Automietvertrag und lasse mir den Benzinvoucher austellen. Geld will er keins, dazu muss ich mich wieder an der Kasse der Tankstelle anstellen, Markus blockiert in der Zwischenzeit mit stoischer Ruhe die Zapfsäule. Mein liebevoll zusammengesuchtes Kleingeld will die Vendita aber auch nicht ’solamente tarjeta‘, aha, für einmal also nur Kartenzahlung. Egal, aber dazu brauche ich dann auch noch den Pass….Dann erst wird das Benzin freigeschaltet und Markus kann tanken, wir bekommen wiederum 10 Liter….
Oltimer im Gebirge, auch ein spezielles Bild
Vermutlich besuchen die meisten Leute nur den oberen Wasserfall mit den drei „Badepools“, jedenfalls sind wir auf dem Weg zu den unteren ganz alleine, herrlich. Und der Weg lohnt sich absolut, auch wenn ihn der Matsch zu einer kleinen Rutschpartie macht.
Das wird lustig, Markus hat die Route geplant und die Strasse wird schlechter und schlechter, bis irgendwann nur noch eine schlammige Schotterpiste mit Wasserlöchern übrig bleibt und uns einige freundliche Kubaner am Wegrand darauf hinweigen, dass wir mit unserem Auto im Leben nicht über diese Route bis nach Trinidad. Hatte ich einige Kolometer vorher noch doofe Witze gerissen, dürfen wir jetzt tatsächlich wenden und bis beinhe Cienfuegos zurück fahren kommen. fragen,

