Website-Icon Marietta & Markus on the road

Granada

Das Kolonialstädtchen Granada ist erwarteterweise wunderschön. Der grosse, zentrale, grosszügig begrünte und belebte Park wird auf drei Seiten von farbigen Gebäuden und auf der vierten von der bekannten Katedrale flankiert. Auf einer Seite steht eine Reihe nostalgische Pferdekutschen, bereit fussfaule Touris zu den weniger zentralen Sehenswürdigkeiten zu kutschieren. Die Kutscher sagen übrigens im Brustton der Überzeugung: „wer in Granada keine Kutschfahrt gemacht hat, hat Granada nicht gesehen.

Iglesia de Guadelupe

Wir geniessen es richtig, mal wieder in einer Stadt mit Infrastruktur wie Cafes, Restaurants und so zu sein und ziellos stundenlang durch die Stadt zu schlendern.

Catedral de Granada

Blick auf den Parque Colon de Granada

Alcaldia Municipal

Fesrival internacional de poesia

Ausserdem spuckt die Dusche in unserem Hostel immerhin lauwarmes Wasser aus, ein Traum! Sind einmal mehr vom doch sehr hohen Standard überrascht, (saubere Zimmer, gestrichene Wände, geflieste Fussböden, funktionierende Duschen, anständige Betten, schön begrünte Innenhöfe…) wobei wir wiedermal um ein Zimmer mit Fenster bitten, kämpfen und penetrant lächelnd an der Reception rumstehen mussten, habe ich mittlerweile richtig im Griff und kann für mich untypische Geduld entwickeln… Direkt ausserhalb des touristischen zentrums wirkt die Stadt verschlafen, ja richtiggehend ausgestorben, auch ärmlicher wirkende Häuser sind immer noch fröhlich farbig gestrichen.

Iglesia San Francisco

Iglesia de Xalteva

Iglesia la Merced
Iglesia la Merced

Iglesia Guadalupe

Lokales Lädelchen

Einfach nur weil ich die Busse so toll finde…
Nicaraguanischer Rum
Comidas Tipicas

Der Bootsausflug zu den Islettas de Granada ist eine schöne Abwechslung zur Stadt. Unser Capitan Julio erklärt uns in fliessendem Spanisch, dass der Vulkan Mombacho die über 600 Inseln ausgespuckt hat. Die sind alle in Privatbesitz, viele davon zu verkaufen. Für eine schlappe halbe Million gibts hier eine eigene Insel inkl. Haus und Boot zu erwerben, offensichtlich auch für Ausländer absolut unbürokratisch.

Nicaraguasee

Vulkan Mombacho
Momo Araña

Mit der weiteren Planung tun wir uns etwas schwer. Direkt nochmals in eine Stadt möchten wir nicht, obwohl sich mit Leon die nächste Kolonialstadt anbieten würde, auch nach las Peñitas faul am Strand abhängen reizt uns nicht wirklich, würden lieber was aktives machen… 

Markus bei der Reiseplanung im Cafe del Arte

Dass Nicaragua noch nicht sooo touristisch erschlossen ist, war uns bewusst, dass die Folge davon aber ist, dass man kaum etwas auf eigene Faust unternehmen kann, überrascht uns doch sehr. Das Land hat viele Nationalparks, aber nirgendwo gibts offizielle Wanderwege, geschweige denn Beschilderungen oder sogar Karten. Dasselbe bei den Vulkanen, offizielle Wanderwege existieren nicht (oder sind wie beim Masaya geschlossen), die Guides suchen sich einfach ihre Wege irgendwie, irgendwo den Berg hoch. Auch der Zugang zum Kratersee Apoyo erfolgt ausschliesslich via Day Pass durch am See gelegenen Hotels, öffentliche Lagunenzugänge gibt es keine, auch keinen Spazier- oder Wanderweg am Seeufer entlang. Das hat zur Folge, dass sich der Tourismus hier unserer Meinung nach ungesund und für den Grossteil der Lokalbevölkerung nicht profitabel entwickelt. Touris sind entweder von vornherein in einer Reisegruppe unterwegs oder lassen sich als sogenannte Individualreisende per organisiertem Shuttel von Hostel zu Hostel fahren, buchen dort die jeweiligen organisierten Tagestrips, hängen den Rest des Tages im Hostel rum und verpflegen sich dort an der Bar, Küche oder dem hosteleigenen Kühlschrank. Der ganze Profit bleibt im Hostel und das einzig Positive sind einige wenige geschaffene Arbeitsplätze. Im schlechtesten Fall noch nicht mal das. V.a. in San Juan werden in den Hostels oder Restaurants häufig Travellers als sogenannte Volunteers gegen vergünstigte Mahlzeiten oder Zimmermieten angestellt…

Die mobile Version verlassen