Website-Icon Marietta & Markus on the road

Medellin und Guatape

OK, Medellin holt uns mit einem Schlag zurück in die Realität und die zeigt sich nicht unbedingt von ihrer freundlichsten Seite. Wir landen bei kühlen und regnerischen 15 Grad, unser Hostel liegt toll und das Zimmer passt ebenfalls, nur die erhoffte warme Dusche ist immer noch Essig… Am nächsten Morgen fallen uns als erstes wieder die eindrücklichen Wandmalereien auf.

Nach einer kleinen Odysee finden wir auch eine Metrostation. Beim Aussteigen im Stadtzentrum dann erstmals ein Schock. In den engen Gassen wimmelt es nur so von Menschen, es herrscht ein absolutes Gedränge, überall auf den Gehsteigen und den Strassen stehen zusätzlich zu den Geschäften Verkaufsstände, die Waren werden per Mikrofon angepriesen und es riecht penetrant nach Frittiertem. Die erste Gasse führt uns amüsanterweise diekt an allen „Pornovideoverkaufsständen“ vorbei (Beweisfoto existiert, können wir aber schlecht veröffentlichen…), vor dem ersten Kaffee doch etwas heftige Kost ;-).

Auf der Plaza Botero mit seinen amüsanten Statuen bekommen wir endlich etwas Luft und finden ein Cafe. Der doppelte Espresso und ein Stück torta de chocolate bringen und wieder etwas runter, wir grinsen über das erlebte und geniessen den Blick auf den sagenhaften Palacio de la Cultura.


Weiter gehts: Kirchen, Fusgängerzone, heftiger Regenguss…


Buchladen

Schuhladen

Telefonkabine

Wir entscheiden uns trotz des launischen Wettters, mit der Meteo ans andere Ende der Stadt zu fahren und uns den Blick von der Teleferico über die Stadt hinweg zu gönnen, dieser erinnert stark an La Paz in Bolivien und erstmals sehen wir hier auch Slums…

Am Parque Avri wenden wir mehr oder weniger direkt, es regnet wieder und hat empfindlich abgekühlt. Auf dem Weg zum Hostel erwischt uns der Regen dann doch noch und wir kommen durchnässt und durchgefroren an, ein Königreich für eine heisse Dusche!!!

Zum Thema Weihnachten: Es heisst, Medellin habe die schönste Weihnachtsdeko von ganz Südamerika. Das können wir natürlich nicht wirklich beurteilen, aber kitschig ist sie definitiv. Leider haben wir sie nie beleuchtet gesehen, weil insb. das Zentrum von Medellin auch heute noch als nicht besonders sicher gilt. Diesbezüglich ist bereits viel gemacht worden, auch die offensichtliche Polizeopräsenz hilft, aber wir wolltens trotzdem nicht unbedingt riskieren…

Kristbaumkerzen in Neon…

Der Ausflug nach Guatape ist in jeder Hinsicht ein Highlight. Ursprünglich war der Pierda de Penol mit seinen gut 700 erklimmbaren Stufen der Grund, Markus kraxelt doch so gerne überall hinauf und geniesst die Aussicht.

 Die Aussicht entschädigt für den doch ziemlich schweisstreibenden Aufstieg.

 Für die paar Kilometer nach Guatape gönnen wir uns anschliessend ein Mototaxi, zum Glück, denn kaum angekommen öffnet der Himmel seine Schleusen und wir stürmen ins nächste Restaurant.

Später gönnen wir uns dann einen Blick auf das zauberhafte Städtchen. Und hier sind sie wieder, die in Medellin so schmerzlich vermissten Kolonialgebäude, hier zusätzlich mit bunten Reliefs an den „Sockeln“ der Häuser, welche häufig auf das jeweilige Geschäft hinweisen.

So, morgen gehts weiter nach Salento und in die Zona Cafetera. Leider nicht per Bus sondern per Flugzeug. Mit unseren aktuellen Magengeschichten wagen wir schlichtweg keine mehrstündige Busfahrt :-(.

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