Pünktlich mit einer Stunde Verspätung startet unsere dreitägige Tour. Mit unseren Mitreisenden, einem kolumbianischen Pärchen und zwei jugen Spanierinnen, haben wir keinen schlechten Deal gemacht, die sind ganz nett und sehr angenehm. Im Toyota Landcruiser gehts gem. Information los Richtung Uribia zum Einkaufen. Wir sollen uns dort mit Wasser und Snacks für die nächsten drei Tage eindecken. Wir wundern uns etwas, weil an sich alle Mahlzeiten inklusive sind und wir die kolumbianischen Portionen mittlerweile ja kennen, da hungert niemand. Nach mehrmaligem Nachfragen bekomme ich auch die Info, dass es zwar später immer noch Wasser gäbe, dieses aber viel teurer sei. Das stellt sich dann aber als ziemliche Fehlinfo heraus, Wasser gibts problemlos zu kaufen, der Preis ist zwar etwas höher als im Supermarkt in einer grösseren Stadt, aber absolut OK. Die Süssigkeiten werden dann grossteils an bettelnde Kinder verteilt und mir kommt die Galle hoch. Einerseits werden offensichtlich alle Touris angewiesen, sich vorgängig mit allem Notwendigen einzudecken, so dass die Lokalbevölkerung von la Guarija nicht vom Tourismus profitiert, gleichzeitig werden die Kinder zum Betteln erzogen, indem Süssigkeiten verteilt werden… Als Konsequenz haben wir auch die ganzen drei Tage kein einziges Kind gesehen, das nicht mit offener Hand auf uns zugelaufen ist, echt schlimm.
Vor Uribia machen wir noch einen kurzen Abstecher zu den Salzfeldern von Manaure, kostet uns wohl an die zwei Stunden Zeit und zu sehen gibts genau nichts, weil gerade nicht produziert wird.
Die eigentlich geplante Besichtigung von Uribia fällt ins Wasser, nur die Tankstelle ist erwähnenswert.
Der letzte Tag ist ein reiner Fahrtag zurück nach Riohacha und dann per Bus weiter nach Palomino, wo wir uns hoffemtlich endlich mal faul an den Strand knallen können!
