Firscherorte an Brasiliens Nordostküste

Nachdem wir es auf unserer sechsmonatigen Reise kaum geschafft haben, mal faul am Strand abzuhängen, gönnen wir uns v.a. Markus zuliebe einige faule Tage am Strand, soweit der Plan.

Im Dunkeln kommen wir im kleinen Fischerort Japaratinga an, welches wir aufgrund von Empfehlungen anstelle des geplanten Maragogi ansteuern, die Strände seien viel schöner und das Wasser kristallklar. Entstprechend bitter war die Enttäuschung am nächsten Tag, bei Ebbe war kein Baden möglich, der Strand übersät mit Seegras, das Wasser mit Korallen- oder Felsblöcken und eher milchig als klar. Bekannt sind v.a. die Piscinas Naturais, zu denen Besucher mit Booten geschippert werden, um dort ins Wasser zu hüpfen. Dabei handelt es sich um ein Korallenriff, resp. Gaps im Riff auf resp. zwischen welchem spaziert, gebadet und zerstört wird. Diesen für uns Unterwasserfans vermutlich schmerzhaften Anblick ersparen wir uns.

Entsprechend reisen wir nach nur einem Tag schon weiter, geniesen die gemütliche Fahrt übers Land, sehen erstmals auch etwas von der Landschaft und nicht ganz so herausgeputzte Örtchen und finden hier auch endlich wieder vernünftige Musikboxen :-):

Strand in Maragogi

Zuckerrohrtransport

Wir überlegen zwar, direkt nach Penedo zu fahren, beschliessen dann aber, es gemächlich anzugehen und den Stränden doch nochmals eine Chance zu geben. Irgendwoher muss der tolle Ruf ja kommen… In Porto de Pedras finden wir ein sensationell schön gelegenes Strandrestaurant, nur die Essenswahl ist mal wieder schwierig. Beinahe alle Gerichte sind für 2, Markus ist immer noch nicht zum Fischliebhaber konvertiert und ich bin in einem Fischerdörfchen nicht wirklich scharf auf Fleischgerichte, also bleiben „nur Snacks“. Der Kellner fragt entsetzt nochmals nach, ob wir denn auch wirklich wüssten, was „Petiscos“ also „Snacks“bedeutet – er möchte wohl nicht, dass wir verhungern… Ich bekomme zwei riesige Scheiben Schwertfisch, Markus ca. 25 Chicken Finger serviert – no comment.

Sao Miguel dos Milagres: klingt nicht nur wunderschön, sondern ist es auch.

Fischer mit Hängematte

Strandbar mit Sound (man beachte denTöff)

Kurzer Kaffestopp in Maceio,

dann Übernachtung im zwar touristischen aber überraschend schönen Praia do Frances. Da gibts Strand mit Sonnenuntergang, Caipis und Cervajas… Seltsam nur, dass die wunderschöne Strandpromenade abends komplett leer und ausgestorben ist, alle Bars und Restaurants schliessen mit Sonnenuntergang, mussten ziemlich weit suchen, für ein Abendessenrestaurant…

Strandpromenafe in Porto do Frances

Überraschung am Trip bisher: wir waren wohl noch nie in einem Land, in welchem man mit Englisch so nirgends hinkommt wie hier im Brasilien. Nur schon in Rio spricht kaum jemand englisch, hier im Nordosten sowieso nicht. Mit Spanisch kommt man aber sehr viel weiter, als alle sagen. Es gibt hier einen Sprachmix genannt Portonol, ein Gemisch aus Portuges und Espanol, wird nicht gelernt undhat keine wirklichet Struktur, entstanden durch Gespräche. Verstanden werde ich eigentlich überall, bloss mit den portugiesischen Antworten habe ich so meine Mühe😂. Spannend auch, es gibt hier absolut keine europäischen Touristen, die letzten hatten wir vor über einer Wocje gesehen/gehört, mehrheitlich handelt es sich um Brasilianer, allenfalls mal Argentinier, uns wollen sie immer nach Uruguay verfrachten… Suica scheint grossteils komplett unbekannt zu sein.

4 Gedanken zu „Firscherorte an Brasiliens Nordostküste“

    1. Naja, lassen mittlerweile ganze Mahlzeiten aus oder bestellen zu zweit nur ein Gericht, ist aber halt doof, wenn man daneben haut, kann man nicht ausweichen…

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